Leserbrief

Appell ans Weitermachen

Zum Weihnachtsbriefkasten des Zuger kantonalen Frauenbunds

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Ein Satz einer Begünstigten klingt uns immer noch in den Ohren: «Bitte versprechen Sie, dass Sie weitermachen werden! Ich werde es in ein oder zwei Jahren ohne Ihre Hilfe schaffen, aber es gibt so viele, die Sie noch brauchen ...» Ja: Es ist uns allen sehr bewusst, dass viele Menschen im Kanton Zug auf die Solidarität der breiten Bevölkerung angewiesen sind. Manche nur kurzfristig – andere über Jahre, weil knappe Budgets familiäre Trennungen, Krankheiten und Unfälle einfach nicht aufgefangen werden können, weil es nicht allen gelingt, im Berufsleben wieder Fuss zu fassen, weil mangelnde Altersvorsorge Rentner vermehrt Richtung Altersarmut drängt.

Eine Besonderheit des Weihnachtsbriefkastens sind unsere 25 Kontaktfrauen: Sie sind in ihren Wohngemeinden bestens vernetzt und leben unser Motto «hinhören, hinschauen, Hand bieten» das ganze Jahr über. Sie kennen unsere Begünstigten persönlich und machen dadurch besonders individuelle Hilfe möglich.

Seit der Gründung des Weihnachtsbriefkastens war es uns auch ein Anliegen, mit sozialen Institutionen und gemeinnützigen Organisationen gut zu vernetzen, um auch unbürokratisch individuelle Hilfe vermitteln zu können. Denn viele Organisationen und auch private Initiativen leben den Gedanken der nachbarschaftlichen Solidarität und wollen helfen: ein gutes Zeichen für eine funktionierende Gesellschaft.

Wir danken allen, die die direkte, persönliche Hilfe durch den Weihnachtsbriefkasten Jahr für Jahr möglich machen. Allen voran den Spendern, die uns finanziell unterstützen, und uns damit ihr Vertrauen schenken, dem Rotary Club Zug-Zugersee, der uns seit Anbeginn jährlich mit rund fünf Tonnen Lebensmitteln unterstützt, allen Institutionen und allen treuen Helfern, die uns ganz spontan zur Hand gehen. Und ein Versprechen geben wir gerne: Wir machen weiter!

Maya Huber und Ursula Gasser, für den Zuger Kantonalen Frauenbund, Weihnachtsbriefkasten