Kommentar

Aprilscherz: Zuger Velovignette: Pionierarbeit braucht Mut

Redaktorin Zoe Gwerder zu den Velovignetten, mit denen der Zuger Stadtrat gegen ein drohendes «Velochaos» vorgehen will.

Zoe Gwerder
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Der Zuger Stadtrat geht ungewöhnliche Wege. Man kann es als waghalsig bezeichnen oder mutig nennen. Löblich ist, dass der Stadtrat handelt, bevor die stetig steigende Anzahl Velos in der Stadt die Strassen und Plätze verstopfen und man dem Chaos kaum noch Herr werden kann. Löblich auch, dass man dabei gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen versucht und das lokale Gewerbe miteinbezieht.

Zoe Gwerder, Redaktorin

Zoe Gwerder, Redaktorin

Doch der Schuss könnte auch nach hinten losgehen. Zum einen sind da auch Velofahrer, die nichts von Smartphones und Apps wissen wollen. Wie es um den Datenschutz steht, ist auch noch nicht klar. Und am Ende könnte es darauf hinauslaufen, dass die Leute ihre Drahtesel plötzlich wieder zu Hause lassen und lieber ins Auto steigen. Doch ein Pilotversuch in Holland widerspricht diesen Befürchtungen. Das System funktioniert und die wild parkierten Velos auf Plätzen und in Gassen sind verschwunden. Lassen wir die Stadt Zug also ihre Pionierarbeit leisten und den Versuch wagen. Und auch wenn Neues, Unkonventionelles auf Widerstand stösst, kann es eine gute Lösung sein – dies hat die Geschichte wohl tausendfach bewiesen.

April, April

Herzlichen Dank, dass Sie unsere Artikel lesen. Wir haben uns einen Aprilscherz erlaubt.  Hier die Fakten:

Aprilscherz: Zuger Velofahrer werden zur Kasse gebeten

Wer sein Velo in der Stadt Zug abstellen möchte, muss künftig für seinen Platz im Veloständer bezahlen. Der Stadtrat möchte damit ein drohendes «Velochaos» verhindern und gleichzeitig etwas gegen das Ladensterben unternehmen.
Zoe Gwerder