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ARBEITSMARKT: 30 Prozent mehr offene Stellen im Kanton Zug – aber auch mehr Arbeitslose

Gemäss dem Michael Page Swiss Job Index haben die offenen Stellen im Kanton Zug im laufenden Jahr um rund 30 Prozent zugenommen. Nun muss sich dies nur noch in der Arbeitslosenzahl widerspiegeln.
Christopher Gilb
Gemäss einem aktuellen Index gibt es insgesamt wieder mehr offene Stellen im Kanton Zug. (Bild: Maria Schmid (Zug, 18. September 2017))

Gemäss einem aktuellen Index gibt es insgesamt wieder mehr offene Stellen im Kanton Zug. (Bild: Maria Schmid (Zug, 18. September 2017))

Seit 2012 misst das internationale Personalberatungsunternehmen Page Group mit dem Michael Page Swiss Job Index die Zahl der ausgeschriebenen Stellen auf Unternehmenswebsites in der ganzen Schweiz. Und die Zahlen, die das Unternehmen Ende August veröffentlicht hat, stimmen hoffnungsvoll. Denn zwischen Juli und August stieg gemäss dem Index die Zahl der offenen Stellen schweizweit um 2,3 Prozent, und seit Jahresbeginn nahm die Zahl der Stellenangebote schweizweit sogar um insgesamt 10, 9 Prozent zu. Den grössten Zuwachs gab es im Mehrmonatsvergleich in der Deutschschweiz.

Geht man nach Regionen in der Deutschschweiz, liegt jedoch die Zentralschweiz bezüglich Stellenzunahme vor dem Mittelland auf dem zweitletzten Platz. Gesamt gab es seit Anfang Jahr in der Zentralschweiz gemäss dem Index eine Stellenzunahme von 8,7 Prozent, von Juli bis August hingegen sogar eine Abnahme von 0,4 Prozent.

Vorbote der Weltwirtschaftskonjunktur

Der Kanton Zug jedoch liegt, was die Veränderung von Juli auf August betrifft, sogar deutlich über dem nationalen Durchschnitt. Laut Index beträgt diese plus 3,9 Prozent. Auf Nachfrage lieferte das Unternehmen unserer Zeitung auch die allerneuste Zahl, welche die Veränderung im Kanton Zug von Mitte August bis Mitte September zeigt, und diese beträgt 9,8 Prozent, was die grösste Zuwachsrate von einem Monat auf den anderen im laufenden Jahr ist. Der Zuwachs von Januar bis Mitte September ­beträgt im Kanton Zug sogar 29,4 Prozent. Dieser ist also dreimal so hoch wie das Schweizer Mittel. Für den Leiter des Zuger Amtes für Wirtschaft und Arbeit, Bernhard Neidhart, kommt dieser Anstieg leicht überraschend. «Dies, weil zuletzt unsere Arbeitslosenzahl entgegen der Gesamtschweizer Entwicklung leicht gestiegen ist.» Von Juli auf August nahm die Arbeitslosenzahl im Kanton Zug nämlich von 2,3 auf 2,4 Prozent zu, während sie national seit Juni auf 3 Prozent verharrt – im Januar hatte sie noch bei 3,7 Prozent gelegen. Trotzdem ist der Inhalt des Indexes für Neidhart nicht abwegig. «Der Kanton Zug ist eben aufgrund der vielen internationalen Firmen stark beeinflusst von der Form der Weltwirtschaft, sowohl im Guten wie im Schlechten.» Hier würden sich internationale Entwicklungen gemeinhin früher als in anderen Kantonen bemerkbar machen. «Und momentan geht es der Weltwirtschaft wieder besser.» Nicht zuletzt würde Deutschland, der wichtigste Absatzmarkt, brummen. Diese These unterstreichen gemäss Neidhart auch die Berufsgruppen, in denen laut Index schweizweit die meisten neue Stellen ausgeschrieben worden sind.

Neue Stellen dank Digitalisierungsprozess

Das grösste Wachstum bei den ausgeschriebenen offenen Stellen gegenüber des Vorjahrs ist bisher mit 55,5 Prozent bei der Gruppe der IT-Spezialisten zu verzeichnen, gefolgt von den Versicherungsspezialisten mit 28,3 Prozent und den Logistikspezialisten mit 20 Prozent. Diese Gruppe hatte national auch das stärkste Wachstum von Juli auf September, nämlich 12,8 Prozent. «Dies sind eher Berufsgruppen, die im internationalen Umfeld arbeiten», so Neidhart. Er hofft jetzt darauf, dass sich diese vermeintlich positive Entwicklung auch positiv auf die Arbeitslosenzahlen auswirkt.

Laut Michael-Page-Direktor Nicolai Mikkelsen sei zu beobachten, dass gerade in den Branchen, in denen zur Kosteneinsparung, zur Verbesserung der Serviceleistungen und zur Anpassung an ständig neue regulatorische Anforderungen zurzeit ein Digitalisierungs- und Rationalisierungsprozess stattfindet, eine starke Nachfrage nach Arbeitskräften bestehe. «Ebenso gross ist die Nachfrage nach Kandidaten mit internationaler Erfahrung in der Pharma- und Chemiebranche», so Mikkelsen. Und Firmen, welche in dieser Branche tätig sind, gibt es in Zug ja einige.

Christopher Gilb

christopher.gilb@zugerzeitung.ch

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