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Arkade und Fussweg in Menzingen wurden bewilligt

Die Gespräche liefen schon lange, nun hat der Gemeinderat dem Bau zugestimmt.
Nils Rogenmoser
Den Fussgängern wird künftig beidseitig eine Arkade zur Verfügung stehen. Bild: (Maria Schmid, Menzingen, 5. Juli 2019)

Den Fussgängern wird künftig beidseitig eine Arkade zur Verfügung stehen. Bild: (Maria Schmid, Menzingen, 5. Juli 2019)

Im Menzinger Dorfkern an der Kantonsstrasse gibt es diese berüchtigt enge Stelle, wo Fahrzeuge sowie Fussgänger nur über sehr wenig Platz zum Passieren verfügen. Der Problematik ist man sich immer schon bewusst gewesen – dementsprechend sind Gespräche für eine Lösung auch bereits seit geraumer Zeit im Gang.

Florian Weber, Regierungsrat und Vorsteher der Baudirektion, erläutert: «Die Abklärungen zur Fussgängerführung entlang der Kantonsstrasse und die Frage, ob eine Arkade bewilligungsfähig, technisch machbar und wirtschaftlich tragbar ist, bedurfte den Einbezug diverser Fachleute. Dieser Prozess hat einige Zeit und zahlreiche Besprechungen benötigt.»

Realisierung 
voraussichtlich ab 2021

An der vergangenen Menzinger Gemeindeversammlung wurde bekannt, dass die Bemühungen nun endlich in einem Konsens gefruchtet haben. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag des Amts für Denkmalpflege und Archäologie zu, das Wohn- und Geschäftshaus Kirchgasse 2-4 unter Denkmalschutz zu stellen, zu.

Mit Verfügung der Direktion des Innern ist das Gebäude seit dem 13. Mai 2019 unter Schutz gestellt. Somit kann am Haus eine Arkade eingebaut werden, unter dieser das Trottoir an der engen Stelle ausgeweitet wird. Gemeinderätin Barbara Beck informierte an der Gemeindeversammlung über den Entscheid und zeigt sich mit der gefundenen Lösung zufrieden: «Seit gut vier Jahren liefen die Diskussionen auf Hochtouren – dass der Ausbau nun stattfinden kann, freut mich.» Ähnlich sei die Reaktion der Anwesenden an der Gemeindeversammlung ausgefallen: «Die Menzinger haben die Information äusserst positiv aufgenommen.»

Die Unterschutzstellung sei nicht Voraussetzung für den Einbau der Arkade gewesen, stellt Franziska Kaiser vom Amt für Denkmalpflege und Archäologie klar: «Jedoch war das Gebäude im Inventar der schützenswerten Denkmäler enthalten. Weil daran grössere bauliche Veränderungen geplant sind, musste vorab geklärt werden, ob ein solcher Eingriff mit dem Schutzstatus vereinbar wäre. Die kantonale Denkmalkommission hat festgestellt, dass der Einbau einer Arkade möglich sei.»

Weber erläutert, dass vor Baubeginn das Bau- und Auflageprojekt fertiggestellt werden müsse: «Sobald der Regierungsrat das Projekt freigegeben hat, wird der Kantonsrat zur Beratung und Kreditbewilligung schreiten können. Liegen Kredit- und Baubewilligung vor, kann die Baudirektion voraussichtlich mit der Realisierung ab 2021 rechnen. Die Bauarbeiten dauern je nach Baustellenplanung knapp ein Jahr.» Der Einbau der Arkade werde schätzungsweise rund 400000 Franken und das Strassenprojekt rund 1,3 Millionen Franken kosten, so Weber weiter.

Momentan werden die einzelnen Bauphasen geprüft, führt Weber aus: «Bei den herrschenden engen Platzverhältnissen und der Möglichkeit einer Verkehrsumleitung wird auch eine Vollsperrung geprüft werden müssen. Diese würde die Bauzeit massiv verkürzen und die Qualität der Arbeiten verbessern.»

Über die Zusammenarbeit verliert Weber abschliessend nur gute Worte: «Sowohl mit der Grundeigentümerschaft als auch mit der Gemeinde Menzingen erlebten wir die Zusammenarbeit als sehr konstruktiv, verständnisvoll und professionell.»

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