Leserbrief
Asylbewerber retten das Christentum

«Konvertierte Asylbewerber hoffen» und «Christdemokraten ohne Christentum», Ausgabe vom 1. Februar

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In der «Zuger Zeitung» vom letzten Samstag fand man auf den Seiten 8 und 22 gleich zwei 2/3-seitige Beiträge zum Thema Christentum. Auf Seite 22 macht sich Buchautor Michael Rüegg besorgt Gedanken über das Abrutschen des Christentums in der Schweiz in die völlige Unbedeutsamkeit und die Folgen davon. Dies auch im Zusammenhang mit der C-Debatte der CVP, welche schon eine grosse Zahl von Leserbriefen provoziert hat.

Aber wir brauchen uns nicht zu sorgen. Die Rettung des Christentums ist, zumindest in der Schweiz, auf gutem Weg. Auf Seite 8 dürfen wir erfahren, dass immer mehr Asylbewerber zum christlichen Glauben konvertieren, halleluja! Ein Schelm, wer diesen Leuten unterstellt, dass dies nur geschehe, weil sie dadurch nicht mehr in ihre Heimat rückgeführt werden können. Dort droht ihnen als Christen eventuell Diskriminierung oder gar der Tod.

Und einmal mehr musste der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) unsere unmenschliche Schweizer Verwaltung und Justiz zurechtweisen, weil sie dieses Problem nicht genügend gewichtet und zu wenig Abklärungen macht. Die Heerschar der auf Asylrecht spezialisierten Schweizer Anwälte wird es dem EGMR danken!

Ein Problem unserer Kirchen werden die neuen Christen wohl aber auch nicht lindern können, den Abwärtstrend bei den Einnahmen aus der Kirchensteuer werden sie wohl kaum stoppen.

Emil Schweizer, Kantonsrat SVP, Neuheim

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