Asylunterkunft ist höchstens vorübergehend möglich

Der Bund hat auch den Gubel als möglichen Standort für Asylsuchende ins Gespräch gebracht. Offiziell weiss die Zuger Regierung davon aber bis heute noch nichts.

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Ein Déjà-vu: Wie im aargauischen Bettwil formiert sich auch in Menzingen der Widerstand. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Ein Déjà-vu: Wie im aargauischen Bettwil formiert sich auch in Menzingen der Widerstand. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Die Truppenunterkunft auf dem Gubel steht immer wieder einmal als möglicher Standort für die Unterbringung von Asylsuchenden zur Diskussion. Dies war 2008 so, und vor kurzem tauchte sie auf einer Liste des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) wieder auf – neben zwölf weiteren Zentralschweizer Armeeunterkünften. Inwieweit die Unterkunft auf Menzinger Gemeindegebiet in den Überlegungen des VBS aber tatsächlich eine Rolle spielt, kann die Zuger Regierung derzeit nicht beurteilen.

Die Liste sorgte vor allem in Menzingen für etwelchen Gesprächsstoff und veranlasste die SVP-Fraktion, mit einem Vorstoss zu reagieren. Alle darin gestellten Fragen konnte die Regierung allerdings nicht beantworten. Mit gutem Grund. «Denn der Bund hat mit dem Regierungsrat bisher weder in schriftlicher noch mündlicher Form Kontakt aufgenommen zu diesem Thema.» Laut Regierungsrätin Manuela Weichelt hat sich seit 2008 an der Rechtslage nichts geändert. Die militärische Anlage samt Unterkunft auf dem Gubel liege nach wie ausserhalb der Bauzone. «Die dauerhafte Unterbringung von Asylsuchenden in der Landwirtschaftszone ist nicht zonenkonform und nicht mit dem Bundesrecht zu vereinbaren» und sei deshalb im Gubel ausgeschlossen, führt die Regierung aus.

Freddy Trütsch

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