Auch die Neueröffnung des «Bützen» in Unterhünenberg liegt auf Eis

Das Restaurant soll nach der Corona-Krise mit einer neuer Pächterin wiedereröffnet werden.

Tijana Nikolic
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Anamaria Yalcin wird die neue Pächterin des «Bützen» in Hünenberg. Ab wann sie ihre Gäste genau  begrüssen darf, ist noch ungewiss.

Anamaria Yalcin wird die neue Pächterin des «Bützen» in Hünenberg. Ab wann sie ihre Gäste genau begrüssen darf, ist noch ungewiss.

Bild: Maria Schmid (Ebertswil, 12. März 2020)

Das ehemalige Thairestaurant Bützen in Hünenberg steht bereits seit vier Monaten leer. Laut der Restaurantbesitzerin Monika Huwyler konnten sie und ihr Mann sich mit den vorherigen Pächtern nicht mehr einigen und lösten den Vertrag auf. Darunter habe der «Bützen» etwas gelitten und braucht nun ein Überholmanöver. Dafür soll die 34-jährige Anamaria Yalcin aus Ebertswil bei Hausen am Albis sorgen. Aufgrund der aktuellen Lage in Zeiten des Corona-Virus wird die geplante Neueröffnung des «Bützen» von Ende März bis auf Weiteres verschoben. «Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, es entsteht kein Schaden für uns durch diese Verzögerung», sagt Yalcin. Trotz zwei Restaurants, die in nächster Zeit geschlossen bleiben müssen, versucht sie, positiv zu bleiben.

Zusammen mit ihrem Mann Max pachtet Anamaria, von allen nur Ana genannt, seit sieben Jahren das Restaurant Schweikhof in Ebertswil. In der Gastronomie arbeitet sie bereits seit über 20 Jahren und habt eine Ausbildung als Hotelfachfrau gemacht. «Wir servieren im Schweikhof gutbürgerliche Schweizer Küche in rustikalem Ambiente. Ein alter Kachelofen sowie ein Cheminée sorgen für eine gemütliche Berghüttenstimmung», erzählt Yalcin weiter. Der «Bützen» werde allerdings eine neue Herausforderung darstellen, da sie es alleine übernehmen wird: «Mein Mann wird sich in Zukunft mehrheitlich im Restaurant Schweikhof engagieren und ich dafür im «Bützen».» Sie müsse sich zuerst noch daran gewöhnen, mehr im Vordergrund zu stehen.

Oasenstimmung soll im «Bützen» herrschen

Die zu meist Schweizer Gäste sowie Touristen aus Spanien, Frankreich oder Holland würden die ländliche Atmosphäre im Schweikhof fernab des Dorfes und der Stadt sehr schätzen und kämen jede Woche mehrmals zum Essen vorbei. «Diese Oasenstimmung möchten wir auch in den «Bützen» nach Hünenberg bringen», so Yalcin. Das «Bützen» sei ebenfalls nicht direkt im Trubel der Stadt, sondern etwas ausserhalb in der Natur, wo man die Ruhe geniessen könne. Ein Kollege habe ihr von der Ausschreibung des «Bützen» erzählt. Bei der Besichtigung war sie sofort begeistert.

«Wir haben jetzt bereits jetzt viele Stammkunden aus Hünenberg und der näheren Umgebung. Die können es kaum erwarten, dass der «Bützen» mit mir als Wirtin wieder aufgeht und sie nicht mehr weit fahren müssen», freut sich die aus Rumänien stammende Yalcin. Über 90 Sitzplätze auf Erdgeschoss, Hauptsaal und separaten Stübli verteilt werde der «Bützen» den Gästen anbieten können: «Im Sommer werden wir noch weitere Plätze auf der Terrasse bereitstellen.» Nach der Eröffnung stehe sie selber mit zwei neuen Serviceangestellten sowie einem neuen Koch und einer neuen Kochaushilfe im wiedereröffneten Lokal.

Kinder und Tiere sind herzlich willkommen

Nebst XXL-Cordon-bleu, täglich wechselnden saisonalen und regionalen Mittagsmenüs und à la Carte Service am Abend, hat Yalcin noch weitere Pläne für das «neue» «Bützen». «Vor dem Lokal ist eine grosse Wiese auf der ich bei warmen Temperaturen Tische aufstellen möchte. Daneben soll es einen Spielplatz geben. Dann können die Eltern in Ruhe etwas essen oder trinken und nebenbei ihre spielenden Kinder im Auge behalten», so die Mutter einer vier Monate alten Tochter. In «ihrem» Bützen seien Kinder und auch Hunde herzlich willkommen. Ihr Huskey Ares wird auch oft im «Bützen» anzutreffen sein. In Zukunft möchte sie ebenfalls ein Brunchmenü auf der Speisekarte einführen. «Ich plane eine Zusammenarbeit mit regionalen Bauern aus der Nachbarschaft wie hier in Ebertswil », so Yalcin weiter. Auch eine Lounge zum Verweilen könnte sie sich gut in Hünenberg vorstellen.

Sie freue sich sehr auf die Eröffnung, sei aber auch nervös vor der neuen Herausforderung: «Ich bin es mehr gewöhnt,im Hintergrund in der Administration und Organisation zu arbeiten. Mein Mann ist viel gekonnter in der Gästebetreuung.» Trotzdem werde sie nach der Neueröffnung nebst ihren Aufgaben als neue Wirtin auch den Service und die Küche tatkräftig unterstützen. Ihre viermonatige Tochter Rüya soll dabei immer in ihrer Nähe sein: «Im neuen Lokal befindet sich neben der Küche ein Angestelltenzimmer, in dem sie in Ruhe schlafen kann, während ich arbeite.»