Auch die Zuger Feuerwehren haben den Lockdown beendet

Mit den Lockerungen der Corona-Schutzmassnahmen des Bundesrates haben auch die Zuger Feuerwehren ihren Betrieb wieder weitgehend normal aufgenommen.

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(bier) Die Massnahmen des Bundesrates zum Schutz vor dem Coronavirus haben auch zu Einschränkungen bei den Zuger Feuerwehren geführt. Während laut eigener Mitteilung die Einsatzbereitschaft unter Anwendung geeigneter Schutzmassnahmen jederzeit gewährleistet war, musste die Ausbildung zwischen dem 16. März und dem 7. Juni mit einigen Ausnahmen komplett eingestellt werden.

Abstand halten ist auch bei der Feuerwehr angesagt.

Abstand halten ist auch bei der Feuerwehr angesagt.

Bild: PD

Die Zuger Feuerwehren hielten sich während dieser Zeit «vorbildlich» an die Massnahmen des Bundes und der Gebäudeversicherung, teilen sie mit. Zudem wurden Schutzkonzepte erstellt und angewandt, welche die Einsatzbereitschaft sicherstellten und die Gesundheit der Feuerwehrleute im Einsatz schützten.

Gut organisiert

Für den Fall, dass eine Feuerwehr ihre Einsatzbereitschaft nicht mehr oder nur noch teilweise hätte gewährleisten können, wurde durch die Gebäudeversicherung ein entsprechendes Konzept erstellt, nachdem bei einem Ausfall einer Feuerwehr die Einsatzbereitschaft durch die Nachbars- und die kantonale Stützpunkfeuerwehr sichergestellt würde. Bei einem Ausfall der kantonalen Stützpunktfeuerwehr würden die umliegenden ausserkantonalen Stützpunktfeuerwehren deren Aufgaben übernehmen.

Die Zuger Feuerwehren haben ihren normalen Betrieb nun wieder weitgehend uneingeschränkt aufgenommen. Die Empfehlungen des BAG betreffend Hygiene und Abstandsregeln seien während der Ausbildung und der Einsätze eingehalten worden; zudem sei ein Schutzkonzept vorhanden.

Das Ziel sei es nach wie vor, das Risiko einer Infizierung mit dem Coronavirus innerhalb der Zuger Feuerwehren einzudämmen, die Übertragungsmöglichkeiten zu reduzieren und die Einsatzbereitschaft zur Ereignisbewältigung für die Zuger Bevölkerung jederzeit sicherzustellen.

Für Rettungseinsätze mit Corona-Patienten wie beispielsweise Traghilfen oder Rettungen mit der Autodrehleiter wird ausschliesslich die kantonale Stützpunktfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr aufgeboten, weil diese aufgrund ihrer Chemiewehraufgaben über die entsprechende Schutzausrüstung verfügt.

Aufgaben der Stützpunktfeuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug erfüllt gemäss besagter Mitteilung nebst ihren Aufgaben als Ortsfeuerwehr der Stadt Zug die Aufgaben als kantonale Stützpunktfeuerwehr im Auftrag des Kantons Zug und der Gebäudeversicherung. Sie nimmt die Aufgaben der Chemiewehr und der Schadenwehr auf der Nationalstrasse wahr und unterstützt die Zuger Gemeindefeuerwehren nebst anderem mit zusätzlichen oder speziellen Mitteln bei Bränden, Naturereignissen, Explosionen, Einstürzen, Unfällen oder Gefahrenstoff-Ereignissen.

Zu Personen- und Strassenrettungen wird die Stützpunktfeuerwehr jeweils gleichzeitig mit der Gemeindefeuerwehr alarmiert und die Ereignisbewältigung erfolgt gemeinsam.