Leserbrief
Auch Hausärzte müssen impfen

«Luzerner Ärztin plädiert für Impfung in der Praxis», Ausgabe vom 22. Januar

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Was für ein Gegensatz in der gleichen Zeitung! Da ärgert sich ein Zürcher Arzt darüber, dass er und seine Kolleginnen und Kollegen pro Covid-19-­Impfung nur 14,50 Franken erhalten, was seiner Meinung nach nicht kostendeckend ist. Ein Betrag von rund 50 Franken, so der Arzt, wäre in Anbetracht des bei dieser neuartigen Impfung erforderlichen Aufwands gerechtfertigt. Dagegen die Luzerner Hausärztin Uschi Holz, die mit der Forderung zitiert wird: «Der Kanton sollte von Anfang an alle Ressourcen nutzen.» Recht hat sie. Eine solche Meinung tut wohl in Anbetracht des permanent eher verwirrenden, denn klärenden Hin und Her zwischen den verschiedenen Politikern, Fachleuten und vor allem dem Bund (siehe mangelnde Impfdosen) und den Kantonen, die stets immer noch nach ihren Meinungen gefragt werden müssen und dann schlussendlich doch so handeln, wie es gemäss ihrem Gutdünken – sprich: den dort bestimmenden Kräften – der richtige Weg sein soll. Dabei ist die momentane Lage in Anbetracht der neuen diversen Virus-Mutationen besonders ernst und da müssen folglich unbedingt alle mithelfen. Auch die Hausärzte, die für einmal etwas weniger verdienen als sonst (zumal weitere Preisverhandlungen ja angeblich noch anstehen).

Urs Diethelm, Zug