Auch in Schwyz ist die Aufrechterhaltung der Buslinie Arth-Walchwil chancenlos

Eine Petition von Arthern fordert, dass das Busangebot am Ostufer des Zugersees bleibt. Die Schwyzer Regierung geht nicht auf sie ein.

Marco Morosoli
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Die Buslinie 21 dürfte Ende Jahr eingestellt werden.

Die Buslinie 21 dürfte Ende Jahr eingestellt werden.

Bild: Matthias Jurt, 12. Dezember 2019

Der Bahnhof Arth-Goldau ist aktuell eine grosse Baustelle. Spätestens am 13. Dezember 2020 soll er glänzen. Mit der Eröffnung des Basistunnels durch den Monte Ceneri rückt das Südtessin noch näher an die Zentralschweiz. Zudem fahren ab diesem Datum am Zugersee-Ostufer wieder Züge.

Das sei der Zeitpunkt, so sagte der Schwyzer Baudirektor Othmar Reichmuth am Dienstag in Arth vor der Presse, um auch die Feinverteilung durch Busse neu zu denken. Der Bahnhof Arth-Goldau bekommt – wie auch jener in Schwyz – laut Reichmuth den Status «einer Drehscheibe».

Kein Geld von Bund und Kantonen

Dadurch sei es aus Zeitgründen, davon habe er sich von Fachleuten überzeugen lassen, ausgeschlossen, weiterhin den Bus von Arth nach Walchwil zu führen. Auf eine entsprechende Petition von Arther Bürgern ging der Regierungsrat nicht ein. Weder der Bund noch die Anrainerkantone würden Geld in diese Linie pumpen. Wie in Zug ist die Aufrechterhaltung der Verbindung also auch in Schwyz chancenlos.

Roland Iten vom Schwyzer Amt für öffentlichen Verkehr erwähnte, dass der Arther ÖV-Nutzer, der den Umweg über Arth-Goldau einschlage, in der Regel schneller am Ziel sei als heute. Baudirektor Othmar Reichmuth ergänzte bezüglich des Unmuts auf Arther Seite: «Projekte, bei welchen alle zufrieden sind, die sind mir noch nie begegnet.»