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Auch in Zukunft kann in der Stadt Zug gekegelt werden

Die letzte Kegelbahn der Stadt Zug ist saniert worden. Sie erfreut sich noch immer grosser Beliebtheit.
Lukas Gehrig
Die letzte Kegelbahn in Zug ist nach einer Renovation wieder offen. Pächter Jerome Ladure probiert die Bahn aus. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 8. August 2019)

Die letzte Kegelbahn in Zug ist nach einer Renovation wieder offen. Pächter Jerome Ladure probiert die Bahn aus. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 8. August 2019)

Das Hotel Zugertor an der Baarerstrasse 97 bietet eine besondere Attraktion. Hier können die Gäste zusammen kegeln. Es ist die letzte Kegelbahn der Stadt Zug. Vergangene Woche wurde sie saniert. Geschäftsführer Oliver von Rickenbach, sein Vater Heinz von Rickenbach und Jerome Ladure, der das Restaurant «Chez Ladure» betreibt, berichten von der Kegelbahn. «Grund für die Sanierung ist ein Wasserschaden, der leider erst vor einiger Zeit entdeckt wurde», sagt Oliver von Rickenbach.

«Der Boden der Kegelbahn wurde von unten aufgeschwemmt und das sorgte dafür, dass sich das Gefälle der Bahn veränderte. Von Auge war der Unterschied nicht sichtbar, doch erfahrene Kegler reklamierten bei uns über die Qualität der Bahn. So wurden wir auf den Schaden aufmerksam.» Bei der Kegelbahn handelt es sich um eine Bohlenbahn aus Holz, wie sie auch beim Bowling Verwendung findet. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten soll die Bahn weiterhin für Gäste zur Verfügung stehen.

Gebaut in den 1960er-Jahren

25 Personen haben im Kegelraum bequem Platz, steht man etwas enger zusammen, können sich hier auch 30 Personen aufhalten. Gegen eine Gebühr von 25 Franken können die Gäste eine Bahn für eine Stunde mieten. «Zum Kegeln kommen hauptsächlich Gruppen her», berichtet Ladure. «Die meisten verbinden das Kegeln oft mit einem Essen in meinem Restaurant. Firmen, Gruppen von Freunden und Familien, aber hin und wieder auch Sportvereine kommen gerne vorbei und kegeln aus Freude oder Interesse am Spiel.» Obwohl der Betrieb am Wochenende geschlossen sei, könnten Interessierte auch samstags oder sonntags per Voranmeldung den Raum reservieren und dort kegeln. Dann ist es auch erlaubt, selber Getränke und Speisen mitzunehmen.

Das alte Bild zeigt die erste Anlage in den 1960er-Jahren. (Bild: PD)

Das alte Bild zeigt die erste Anlage in den 1960er-Jahren. (Bild: PD)

Das Gebäude wurde 1897 gebaut. 1941 gelangte es dann in den Besitz der Familie von Rickenbach. «Bevor wir es übernahmen, war das hier ein Restaurant namens ‹Güterbahnhof›. Mein Vater wollte einen schöneren Namen, der auch einen Bezug zu unserem Kanton hat. Daher heisst es heute ‹Zugertor›», erinnert sich Heinz von Rickenbach. Im Laufe der Jahre entwickelte sich neben dem Restaurant auch das heutige 3-Sterne-Hotel. Die Kegelbahn sei eine Idee seines Vaters gewesen. «Das war Anfang der 60er-Jahre, 1962 um genau zu sein, als mein Vater hier die Kegelbahn bauen liess. Damals war das sehr kostspielig.» Lange Zeit waren es vor allem professionelle Kegelspieler, welche in Kegelvereinen aktiv waren, von denen die Anlage in Zug benutzt wurde.

Heute spielen die Leute zum Plausch

Auch wenn die Zeiten vorbei sind, als hier noch Turniere stattfanden und Schweizer-Meisterschaften ausgetragen wurden, erfreut sich die Bahn heute nach wie vor noch grosser Beliebtheit. Seit einiger Zeit sei allerdings ein Wandel erkennbar. «Früher kamen hier hauptsächlich die Kegelklubs her, sie trainierten professionell für Turniere. Heute spielen die Leute zum Plausch», meint Oliver von Rickenbach. Wie viele Leute die Bahn nutzen, hängt vor allem von der Saison ab. «Kegeln ist definitiv etwas, das die Leute lieber im Herbst oder Winter bei uns tun. Gerade dann verzeichnen wir die meisten Besucher», bemerkt Heinz von Rickenbach. Besonders beliebt: Ein Weihnachtsessen mit anschliessender Kegelrunde.

Weitere Informationen gibt es unter www.zugertor.ch

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