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Auch Zuger Christbäume litten unter der Trockenheit

Das warme und trockene Wetter der vergangenen Monate hat negative Auswirkungen auf die Christbäume in der Region. Ein Zuger Förster klagt bei seinen Jungpflanzen gar über Ausfälle von beinahe 25 Prozent.
Laura Sibold
Die Bäumchen traf es am schwersten: Förster Vitus Hürlimann von der Korporation Walchwil zeigt frische Setzlinge, die gelitten haben.

Die Bäumchen traf es am schwersten: Förster Vitus Hürlimann von der Korporation Walchwil zeigt frische Setzlinge, die gelitten haben.

In rund vier Wochen haben sie wieder Hochsaison und sorgen für ein weihnachtliches Ambiente: die Christbäume. Im Kanton Zug sind in mehreren Gemeinden Plantagen zu finden, sodass an Weihnachten in so manchem Wohnzimmer ein echter Zuger stehen kann. Doch auch die einheimischen Tannenbäume hatten mit der Hitze und Trockenheit im Frühling und Sommer zu kämpfen. Bei der Korporation Walchwil sind etwa ein Viertel der frisch gepflanzten Christbäume vertrocknet und abgestorben. Das sei ein grosser Ausfall, bestätigt Förster Vitus Hürlimann. «Wir setzen jährlich zwischen 300 und 400 junge Tannen. Dass ein Teil der jungen Pflanzen nicht überlebt, ist normal. Dieses Jahr ist der Verlust wegen der Trockenheit aber höher.»

Ähnlich klingt es bei der Korporation Zug. Normalerweise würden jährlich etwa 5 bis 10 Prozent der Jungpflanzen ausfallen, dieses Jahr seien es knapp 15 Prozent, erklärt Förster Clemens Weiss. Auch in Hünenberg, Steinhausen, Menzingen und Unterägeri bestätigen Christbaum-Anbieter auf Nachfrage, dass die anhaltende Trockenheit ihren Bäumen zugesetzt habe. «Die Jungpflanzen konnten im harten und dürren Boden kaum Wurzeln schlagen und kamen so nicht ans tief liegende Grundwasser heran. Sie verdorrten oder starben im schlimmsten Fall ab», sagt Richard Kaiser, der in Menzingen auf rund drei Hektaren Christbäume anpflanzt.

Von einem Engpass kann nicht die Rede sein

Wer nun fürchtet, an Weihnachten bald auf seinen schönen Zuger Tannenbaum verzichten zu müssen, sei beruhigt. Die grossen Christbäume haben laut den Zuger Anbietern kaum Schaden genommen, stark betroffen seien einzig die Setzlinge, welche in rund acht Jahren in den Wohnzimmern stehen. Dies versichert auch Philipp Gut von der «IG Suisse Christbaum»: «Die Tännchen wachsen acht bis zehn Jahre bis zur Ernte, ihre Qualität hängt nicht von einer einzigen Saison ab. Es sind jedes Jahr genügend Bäume da.» Einige Christbaumverkäufer in der Ostschweiz haben auf die Trockenheit der vergangenen Monate reagiert und bei ihren Plantagen Bewässerungssysteme installiert. Im Kanton Zug sorgt dieses Vorgehen eher auf Stirnrunzeln. Beda Schlumpf etwa, der in Steinhausen rund 35 000 Bäume hegt und pflegt, sagt dazu: «Christbäume zu bewässern, ist nicht nachhaltig. Sollte das nötig werden, höre ich mit dem Verkauf auf.»

Auch bei der Korporation Walchwil, wo die Ausfälle dieses Jahr hoch waren, will man statt Bewässerung oder gar Düngemittel lieber auf natürliches Wachstum der Bäume setzen. Sorgen mache er sich denn auch nicht so sehr um die Christbäume als viel mehr um den gesamten Wald, erläutert der Walchwiler Förster Vitus Hürlimann, es sei noch immer zu trocken.

Der Zuger Wald erholt sich langsam

Im Kanton Zug, dessen Fläche zu rund einem Drittel aus Wald besteht, hat sich die Lage bereits etwas entspannt. Da im Herbst wieder Regen fiel, habe sich der Zuger Wald nun ein wenig erholt, bilanziert Martin Ziegler vom Amt für Wald und Wild. «Die Waldböden sind jetzt in den oberen Schichten wieder etwas feucht. Wir hoffen aber auf ausreichend Niederschlag in den kommenden Monaten, damit der Waldboden bald wieder gesättigt ist.» Damit auch die frischen Christbaum-Setzlinge im nächsten Jahr wieder kräftig Wurzeln schlagen können.

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