Auf dem Ägerisee rächt sich der regnerische Frühling 2019 nicht

Das vergangene Jahr war gesamtschweizerisch gese­hen ein schwieriges Schifffahrtsjahr – nicht so auf dem zweitgrössten Zuger See. Die Gesamtfrequenzen konnten mit 22 803 Besuchern um 1,4 Prozent leicht gesteigert werden.

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Die MS Ägerisee ist eines von zwei Kursschiffen.

Die MS Ägerisee ist eines von zwei Kursschiffen.


Bild: Werner Schelbert (Zug, 21. Juni 2018)

(bier) Die Schiffsaison im höher gelegenen Ägerital beginnt traditioneller Weise später als im Tal – ein Vorteil in der Saison 2019, die durch einen kühlen und regnerischen Frühling getrübt war. Insgesamt 22 803 Fahrgäste wurden auf den zwei Schiffen befördert. Dies sind 318 Personen oder 1,4 Prozent mehr als im ebenfalls erfolgreichen Vorjahr 2018, teilt die Ägerisee Schifffahrt AG (AES) mit. Mit 17 559 Besuchern hat nur genau eine Person zum Erreichen des Vorjahresergebnisses bei den Kursfahrten gefehlt. Besonders beliebt seien die kulinarischen Sonderfahrten. Nahezu ausgebucht und daher im neuen Programm wieder dabei sind die Musikfahrten.

Fast 7000 Kilometer zurückgelegt

Die Ägerisee Schifffahrt AG besitzt zwei Schiffe – die MS Ägeri und die MS Ägerisee. Im 2019 wurde insgesamt 22 803 Fahrgäste auf den Schiffen befördert. Die höchste Frequenz wurde im August mit 5113 Personen erreicht. 6952 Schiffskilometer legten die zwei Motorschiffe auf dem Ägerisee zurück.

Die AES blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück und verzeichnet einen Betriebsgewinn von 42 479 Franken. Das Entlastungsprogramm des Kantons Zug, das einen Kostendeckungsgrad von 70 Prozent fordert, beschäftige die Firma weiterhin stark. Gemeinsam mit der Schifffahrtsgesellschaft für den Zugersee und dem Amt für Raum und Verkehr des Kantons Zug wurde im Frühjahr eine externe Expertise in Auftrag gegeben. Ziel dieser Studie ist die Überprüfung der Erreichbarkeit des geforderten Kosten­deckungsgrades. Der finale Bericht wird in der zweiten Jahreshälfte 2020 erwartet, teilt das Unternehmen mit.

Neue Apéro-Fahrten im Programm

Aufgrund der Coronasituation musste der Saisonstart 2020 bis auf Weiteres verschoben werden. «Das Ausmass der finanziellen Auswirkungen sowie auch die zukünftige Entwicklung der Nachfrage ist noch völlig unklar und wird die Schifffahrt noch länger beschäftigen», schreibt die AES. Das Programm wurde und um neue Angebot wie Apéro-Fahrten am Vorabend der Feiertagen ergänzt.

Aufgrund der Corona-Situation und um die Aktionäre, Partner und Gäste zu schützen, wird die Generalversammlung der AES vom 23. Juni auf das gesetzlich gebotene Minimum beschränkt. Sie findet ohne persönliche Anwesenheit der Aktionäre und Gäste statt. Die Aktionäre können ihre Rechte an der Generalversammlung durch einen unabhängigen Stimmrechtsvertreter ausüben, steht in besagter Mitteilung.

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