Das Oberfreiamt ist auf dem Weg zur regionalen Sportanlage

Regionalplanungsverband Oberes Freiamt prüft verschiedene Möglichkeiten einer Lösung. Als möglicher Standort kommt Sins infrage.

Eddy Schambron
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Inlinehockey benötigt entsprechend Fläche. Diese soll in einer regionalen Sportanlage zur Verfügung gestellt werden.

Inlinehockey benötigt entsprechend Fläche. Diese soll in einer regionalen Sportanlage zur Verfügung gestellt werden.

Der Inlinehockey-Club Z-Fighters aus Oberrüti braucht Trainingsmöglichkeiten, auch der Tennisclub Sins hat Bedarf angemeldet. Die Realisierung einer regionalen Sportanlage wird vom Regionalplanungsverband (Repla) Oberes Freiamt weiter verfolgt, wie Geschäftsführer Bruno Sidler an der Abgeordnetenversammlung in Besenbüren ausführte. Nur: Der Weg dazu ist mit einem gewissen Aufwand verbunden.

In Sins als möglichem Standort wäre eine Umzonung von Land notwendig. Im kantonalen Richtplan sind sogenannte «kantonale Töpfe» an Flächen, die für bestimmte Einzonungen zur Verfügung stehen. Für Einzonungen steht weiter jenes Siedlungsgebiet der Region zur Verfügung, das zuvor durch Auszonung als Reserve in einen sogenannten «regionalen Topf» aufgenommen wurde. So sind Verschiebungen des Siedlungsgebiets über die Gemeinde oder über die Region hinaus möglich.

Kommt man für die regionale Sportanlage nicht an den kantonalen Topf, muss der Zugang zu regionalen Töpfen gesucht werden. «Der Weg ist nicht ganz einfach», erklärte Sidler, «aber wir sind zuversichtlich, zu einem Ziel zu gelangen». Bis im Herbst soll sich der Nebel gelichtet haben.

Viele Aufgaben warten auf die Repla

Es warten noch viele andere Aufgaben auf die Repla. Die Kommission Landschaft wird dieses Jahr mit den Gemeinden Bettwil und Geltwil Gespräche zum aktuellen Kulturlandplan durchführen, wie Stefan Balmer, Abtwil, ausführte. «Landschaft ist das Kapital, das die Menschen ins Freiamt führt.» Die Kommission Wirtschaft unter Heinz Nater, Muri, wird im Rahmen des laufenden Projekts Neue Regionalpolitik (NRP) die Vernetzung, etwa der Gewerbevereine Sins und Muri und der Industrievereinigung Muri, fördern und die Standortförderung weiter vorantreiben. Die Repla wird in diesem Zusammenhang auch an der Sinser Gewerbeausstellung Siga am 4. bis 6. Oktober Präsenz markieren.Fredy Zobrist von der Kommission öV-Freiamt hat die aktuellen und kommenden Fahrpläne im Visier und will Werbung für Fahrten in den Süden machen, die mit dem jetzigen Fahrplan besonders attraktiv sind. Damit soll nachgewiesen werden, dass aus dem Freiamt eben doch eine grosse Nachfrage nach guten Verbindungen in die Zentralschweiz und ins Tessin besteht. Dazu sollen unter anderem Vereine und Schulen motiviert werden, entsprechenden Fahrten zu unternehmen. Plakate und Flyer sollen die Bevölkerung auf diese Chance aufmerksam machen.

In diesem Zusammenhang formulierte Stefan Gisler, Gemeindeammann in Buttwil, auch das Anliegen, Leute aus den Dörfern besser an den öffentlichen Verkehr heranzuführen, konkret Buslinien zu fördern. Das wiederum scheitert meistens an zu geringer Auslastung, wie Zobrist wusste. Martin Räber, Gemeindeammann von Besenbüren, zeigte sich überzeugt, dass «mit etwas gutem Willen» die Anschlüsse optimiert und besser aufeinander abgestimmt werden könnten. Schliesslich will die Fachgruppe Alter und Gesundheit die sogenannte Drehscheibe Gesundes Freiamt, die Antwort auf alle Fragen zur Begleitung im häuslichen Umfeld und zur Pflege im Alter gibt, besser in der Bevölkerung bekannt machen. «Bei den Fachleuten ist dieses Angebot gut angekommen», stellt Hampi Budmiger, Muri fest. Auch wird in der zweiten Jahreshälfte wieder ein Altersforum organisiert.

Genehmigt wurden die Jahresberichte und die Jahresrechnung 2018, die mit einem Ertragsüberschuss von 38000 Franken abschliesst. Deshalb wurde der Gemeindebeitrag 2019 um 50 Rappen auf drei Franken pro Einwohner gesenkt; davon gehen 25 Rappen an den Verein Erlebnis Freiamt. Das Budget schliesst auch mit diesem gesenkten Beitrag positiv ab, konkret geht Rechnungsführerin Corinne Hunkeler von einem Ertragsüberschuss von 10900 Franken aus.

Im Anschluss an die Abgeordnetenversammlung sprach Maurice Velati, Redaktionsleiter beim Regionaljournal Aargau-Solothurn, über den Umgang mit den Medien und über die Zusammenarbeit zwischen Medien und Betroffenen.