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Auf der neuen Oberdorfstrasse in Walchwil wird zu schnell gefahren

Im Siedlungsbereich der im Oktober 2018 eingeweihten Strasse besteht eine Tempo-30-Zone. Zwei Kontrollmessungen ergaben jedoch eine teilweise ungenügende Tempodisziplin. Das hat Folgen.
Cornelia Bisch
Die Oberdorfstrasse anlässlich ihrer Einweihung am 13. Oktober 2018 (Bild: Roger Zbinden, Walchwil)

Die Oberdorfstrasse anlässlich ihrer Einweihung am 13. Oktober 2018 (Bild: Roger Zbinden, Walchwil)

Wenn auf einer Strasse eine Tempo-30-Zone eingeführt wurde, verlangt das Strassenverkehrsrecht eine Erfolgskontrolle. «Diese muss nach einem bestimmten Verfahren erfolgen», erklärt Kurt Margadant, Gesamtleiter und Oberbauleiter der neuen Oberdorfstrasse in Walchwil. «Man lässt den Verkehr erst einmal laufen, bis sich die neue Situation eingependelt hat. Anschliessend führt man Erfolgskontrollen nach rund vier bis sechs Monaten durch und ermittelt die Kennwerte bezüglich Verkehrsmenge und Geschwindigkeit.»

Diese Kontrollen wurden im Siedlungsgebiet der Oberdorfstrasse, für das die Tempo-30-Zone gilt, im Dezember 2018 und im April 2019 während je rund zwei Wochen an verschiedenen Abschnitten vorschriftsgemäss durchgeführt. «Von einem Erfolg spricht man, wenn 85 Prozent der Fahrzeuge einen Wert von unter 38 Stundenkilometern einhalten. Das ist quasi der Zielwert», führt Margadant aus. «Dabei hat sich gezeigt, dass die Zielwerte unmittelbar im Siedlungsgebiet mit 35 Stundenkilometern sogar unterschritten wurden. Offenbar herrscht dort eine gute Akzeptanz der Tempo-30-Zone.» Jedoch kurz vor der SBB-Unterführung, in einem etwas geraderen Streckenabschnitt, sei der Wert mit 42 Stundenkilometern überschritten worden.

«Natürlich ist die Tempolimite auch in diesem Bereich nicht wirkungslos, denn ohne sie würde noch bedeutend schneller gefahren werden», vermutet Margadant.

Massnahmen zur Verkehrsberuhigung

«Was zudem beachtet werden muss, ist das relativ geringe Verkehrsaufkommen von rund 700 Fahrzeugen täglich. Im Dorfzentrum sind es gegen 4500.» Gemeinde und Kanton müssten nun die Messungen analysieren und überlegen, was im unteren Strassenbereich unternommen werden könnte, um die Zielgeschwindigkeit zu erreichen. Verschiedene Faktoren seien dabei zu bedenken. Bei Massnahmen zur Verkehrsberuhigung müsse die Wirkung derselben bezüglich Landschaft, Sicherheit und Lärm im Verhältnis zu den Investitions- und Betriebskosten berücksichtigt werden. «Möglich wäre auch eine Anpassung des Tempo-30-Perimeters.» Oder aber dann polizeiliche Geschwindigkeitskontrollen als unterstützende Massnahme. «Das ist aber jetzt noch offen», betont der Ingenieur. Im Grundsatz findet er die Tempo-30-Zone in diesem Streckenbereich angemessen. «Nicht nur aus Sicht der Verkehrssicherheit, sondern auch bezüglich Lärmschutz macht das absolut Sinn.»

Strassensperrungen für den Deckbelagseinbau

Ab Ende April werden während dreier Wochen Fertigstellungsarbeiten an der Oberdorfstrasse durchgeführt und die abschliessenden Deckbelagsarbeiten vorbereitet.

Für deren Einbau wird die Oberdorfstrasse für den motorisierten Verkehr wie folgt gesperrt: der Hörndlirain vom Montag, 20. Mai, 8 Uhr bis Dienstag, 21. Mai, 6 Uhr und die Einmündung Vorderbergstrasse vom Dienstag, 21. Mai, 13 Uhr bis Mittwoch, 22. Mai, 6 Uhr. Bis Ende Mai wird der Deckbelag auf privaten Vorplätzen und Einmündungen eingebaut. Betroffene werden vorab persönlich informiert. Abschliessend bekommen die Trottoirs im Juni ihren Deckbelag, Schachtdeckel werden ans Niveau angepasst und die neuen Leitungen der Siedlungsentwässerung gespült, gereinigt und kontrolliert.

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