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Auf Gerhard Pfister entfielen die meisten veränderten Wahlzettel

Eine Zusammenstellung der Zuger Staatskanzlei zeigt, wie an den Wahlen kumuliert und panaschiert wurde.
Harry Ziegler
Thomas Aeschi (Nationalrat, SVP, links), Manuela Weichelt-Picard (Nationalrätin, Grüne) und Peter Hegglin (Ständerat, CVP). (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 20. Oktober 2019)

Thomas Aeschi (Nationalrat, SVP, links), Manuela Weichelt-Picard (Nationalrätin, Grüne) und Peter Hegglin (Ständerat, CVP). (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 20. Oktober 2019)

Wahlen Nationalratswahlen sind Proporzwahlen. Panaschierer und Kumulierer haben dann jeweils viel zu tun. In den Wahlkreisen, in denen bei den Nationalratswahlen mehrere Sitze zu vergeben sind, können die Wählerinnen und Wähler auf einem vorgedruckten Wahlzettel Namen von Kandidatinnen oder Kandidaten streichen und an deren Stelle Namen aus anderen Listen desselben Wahlkreises eintragen. Das nennt man panaschieren.

Medienbroschüre-NR 2019 online (1).pdf

In Wahlkreisen, in denen bei den Nationalratswahlen mehrere Sitze zu vergeben sind und deswegen eine Proporzwahl durchgeführt wird, kann der Name einer Kandidatin oder eines Kandidaten zweimal auf dem Wahlzettel eingetragen werden (Kumulieren).

Die Zuger Staatskanzlei hat zu den Wahlen vom Sonntag die Panaschier- und Kumulierstatistik erfasst. Anhand dieser Arbeit sieht man, welche Kandidatin, welcher Kandidat von anderen Wahlzetteln Stimmen erhalten hat. Die beiden wiedergewählten Zuger Nationalräte und die neu gewählte Nationalrätin haben neben einem Sockel an unveränderten Wahlzetteln auch viele veränderte erhalten.

Von den drei Gewählten erhielt Thomas Aeschi (SVP, Bild) 3356 unveränderte und 12003 veränderte Wahlzettel. Die meisten Stimmen von veränderten Stimmzetteln erhielt er von der SVP (7967 Stimmen). Ein Zeichen, dass die SVP-Wählerinnen und Wähler zu den fleissigen Kumulierern gehören. Die CVP-Hauptliste brachte dem Baarer weitere 1096 (panaschierte)Stimmen. Der Natur der politischen Ausrichtung folgend erhielt Aeschi nur wenig Stimmen von links. Am meisten noch von der ALG-/CSP-Hauptliste (49) und der SP-Hauptliste (15). Mindestens eine Stimme erhielt der SVP-Fraktionschef im Nationalrat übrigens von jeder Liste. Aeschi erhielt mit total 15359 Stimmen die meisten der drei Gewählten.

Der wiedergewählte CVP-Nationalrat Gerhard Pfister (Bild) erhielt 1715 unveränderte und 12157 veränderte Wahlzettel. Auch er erhielt die meisten Stimmen von veränderten Stimmzetteln der CVP (5988). Er war zudem für die FDP wählbarer als Thomas Aeschi. Die FDP-Hauptliste brachte Pfister 1008 Stimmen, Aeschi nur etwa die Hälfte. Von der SVP-Hauptliste erhielt der Präsident der CVP Schweiz 1846 Stimmen. Wählbarer als Thomas Aeschi war Pfister für die Linke. Die meisten Stimmen erhielt er von der ALG-/CSP-Hauptliste (280). Auch für Nationalrat Gerhard Pfister gilt: Er erhielt von jeder Liste mindestens eine Stimme. Pfister erzielte mit total 13872 Stimmen das zweitbeste Resultat.

Für die erste Frau, die Zug ins nationale Parlament schickt, Manuela Weichelt-Picard (ALG, Bild) wurden 1635 unveränderte und 4657 veränderte Wahlzettel eingelegt. Sie erhielt, wie Aeschi und Pfister die meisten veränderten Wahlzettel von ihrer Hauptliste (2937). Von der CVP-Hauptliste erhielt sie 332 und von der SVP-Hauptliste immerhin 74 Stimmen. Manuela Weichelt erhielt von jeder Liste mindestens zwei Stimmen und erzielte mit total 6292 Stimmen das drittbeste Resultat.

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