Auf zu neuen Horizonten in der Ägerihalle

Drei Formationen mit einem gemeinsamen Nenner in Unterägeri: Die Feldmusik, die Jugendmusik Ägerital und die Tambourengruppe begeistern das Publikum.

Martin Mühlebach
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Die Feldmusik begibt sich musikalisch auf eine grosse Reise. (Bild: Roger Zbinden (Unterägeri, 6. April 2019))

Die Feldmusik begibt sich musikalisch auf eine grosse Reise. (Bild: Roger Zbinden (Unterägeri, 6. April 2019))

Das Jahreskonzert der Feldmusik Unterägeri, das unter dem Motto «New Horizons» in der Ägerihalle stattgefunden hat, vermochte alle Erwartungen zu übertreffen. Unter der bewährten Leitung von Jonas Inglin, stimmte sie das Publikum mit «Fanfare For A Celebration» von Charles Michiels auf einen unterhaltsamen Abend ein. Mit der Interpretation von «Towards A New Horizon» von Steven Reineke zauberten die Musiker mit herrlichen Klängen ein farbenprächtiges Bild.

Mit dem ausdrucksstarken Stück «Virginia» von Jacob de Haan beschrieb die Feldmusik in einer bewegten Zeitreise den ehemaligen Bürgerkrieg im Südstaat der USA. Die herrschende Melancholie, die wilde Entschlossenheit zum unerbittlichen Kampf, und der Hoffnungsschimmer der Bevölkerung auf ein besseres Leben drückten dem Stück den Stempel auf. Anzumerken ist, dass die Feldmusik Unterägeri mit «Virginia» im kommenden Sommer am Eidgenössischen Musikfest antreten wird.

Die musikalische Reise führt sogar ins All

Im zweiten Konzertteil brillierte die Feldmusik mit der Wiedergabe von «Apollo 11» von Otto M. Schwarz. Das Zünden der Triebwerke, das Abheben der Rakete und die erste Begehung des Mondes des amerikanischen Astronauten Neil Armstrong wurden eindrücklich intoniert. Mit «Celtic Crest», 2011 von Christoph Walter für das Basel Tattoo komponiert, und mit «80er Kult(tour)» von Thiemo Kraas beendete die Feldmusik Unterägeri den offiziellen Teil ihres Jahreskonzerts. Ein dickes Kompliment gebührt auch Carmen Schneider, die gekonnt durchs Programm führte.

Auch die Jugendmusik Ägerital, unter der versierten Direktion von Peter Burren, verdiente ein grosses Lob. Mit «Boléro de Noel» von Suzanne Welters, einer aus lieblichen Weihnachtsmelodien bestehenden Komposition, versetzten die Jungmusiker die Ägerihalle in ein festliches Ambiente. Mit «Drei Stücke aus Peer Gynt» von Edvard Grieg und «Englishman In New York» von Sting legte der vielversprechende musikalische Nachwuchs ein beachtliches Zeugnis seines bereits hochstehenden Könnens ab. Der Jungmusiker Kirill Volinskyi, der die Stücke der Jugendmusik mit Witz und Schalk ansagte, betonte: «Das Musizieren macht uns Spass.» Das spürte man.

Wie die Jugendmusik Ägerital vermochte auch die Tambourengruppe der Musikschule Unterägeri, unter der Leitung von Marc Stämpfli, zu brillieren. Die Tambouren bestachen mit schnellen, rhythmischen Trommelwirbeln, die vom Publikum mit tosendem Applaus verdankt wurden.