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Aus Sake wird Kirsch

Seitenblick
Andrea Muff
Andrea Muff, Redaktorin Zuger Zeitung (Bild: Stefan Kaiser/ZZ)

Andrea Muff, Redaktorin Zuger Zeitung (Bild: Stefan Kaiser/ZZ)

In Japan gibt es eine Tradition im Frühjahr, die so auch passend für den Kanton Zug wäre. Das dachte ich mir, als ich Anfang April in Tokio die Hauptblütezeit der Kirschblüten erleben durfte. «Hanami» heisst diese Tradition, und es geht einfach darum, die Schönheit der Blüte zu feiern.

Dies tun die Japaner auf eine relativ pragmatische Art und Weise. Sie schnappen sich eine Blache – meist blau –, gehen in den nächsten Park, setzen sich unter einen Kirschbaum und trinken Sake, den japanischen Reiswein. Diese Tradition wollten wir uns nicht entgehen lassen und taten es den Japanern gleich. Auch wir setzten uns mit Sake unter einen Kirschbaum in den Park.

Um uns herum spielten Kinder, Arbeitskollegen trafen sich noch mit Krawatten um den Hals, und Jugendliche assen Sushi – und alle erfreuten sich an den rosaroten Blüten. Als die Sonne unterging, gesellten sich zunehmend mehr Geschäftsmänner im Anzug zu den Grüppchen im Park. Es war sehr laut, aber faszinierend, wie ein Naturphänomen eine ganze Nation zu einer Party veranlasst. Ein Fest für jeden, und es geht los, sobald die Blüten geschlüpft sind – egal, welcher Wochentag es ist.

Ich dachte mir, das wäre doch eine schöne Tradition, der auch in Zug gefrönt werden könnte. Kirschbäume gibt es hier ja zur Genüge, und die Herren in Anzügen müssten nicht zuerst in Freizeitklamotten steigen, sondern könnten ebenfalls unter dem Kirschbaum den Feierabend einläuten.

Anstatt Reiswein böte sich der traditionelle Schnaps des Kantons an – der Zuger Kirsch. Dieser hätte zudem die Eigenschaft, auch bei kaltem Wetter für warme Kehlen unter den «Chriesibäumen» zu sorgen.

Andrea Muff

andrea.muff@zugerzeitung.ch

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