AUSBILDUNG: Bildungsnetz Zug gibt Lehrlingen eine Chance

Auch Lernschwache haben in der Berufswelt eine Chance. Nach intensiver Vorbereitung starten sie heute in ein neues Abenteuer.

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Barbara Gisler erklärt den Lehrlingen im 1. Schuljahr wie man Formulare ausfüllt.(Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Barbara Gisler erklärt den Lehrlingen im 1. Schuljahr wie man Formulare ausfüllt.(Bild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

«Unsere Erstjahreslehrlinge sind unglaublich motiviert und wollen endlich in die Praxis entlassen werden», sagt Coach Barbara Gisler vom Bildungsnetz Zug (BNZ) nach einer Woche Einstiegsseminar mit ihren Schützlingen. Das ist nicht selbstverständlich, schliesslich betreut das BNZ eine kleine Gruppe von Lehrlingen, die mit Schwierigkeiten eine Lehrstelle fanden, schulisch meist keine glänzenden Leistungen vorweisen können, «halt mit kleinerem Rucksack» starten, wie der Geschäftsleiter Rémy Müller sagt. 

Eine Win-Win-Situation
Solche Fälle nimmt das BNZ unter die Fittiche, allerdings nicht als allgemeines Auffangbecken für Jugendliche, die Mühe mit dem Einstieg in die Berufswelt haben. Man suche ein klares, kompetitives Profil, nämlich Lehrlinge mit Praxistalent, die sich beim zukünftigen Arbeitgeber in einer Schnupperlehre bewiesen haben, so Müller. «Wir schicken manchmal drei Kandidaten zu einem Arbeitgeber und nehmen denjenigen in unser Programm auf, der dem Betrieb am meisten zusagt. Wir möchten für beide Seiten eine Win-Win-Situation erreichen.» 

Die Sorgen entschärfen
Dieses Jahr gab es 74 Bewerbungen, für 21 konnte letztlich eine Stelle gefunden werden, wovon die eine Hälfte in eine Lehre und die andere in eine Attestlehre startet. Als Vorgabe muss das BNZ 16 Lehrstellen bieten.

Julia Häcki

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Zuger Zeitung.