AUSSTELLER: Hier zwitscherts und pfeifts

An der Sonderschau «Naturnahe Landwirtschaft beflügelt» drehte sich alles um die einheimischen Vogelarten. Und dabei gibt es einige Überraschungen.

Julia Truttmann
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An der Sonderschau gab es vieles über den Nutzen der Vögel zu lernen. (Bild: Werner Schelbert)

An der Sonderschau gab es vieles über den Nutzen der Vögel zu lernen. (Bild: Werner Schelbert)

Julia Truttmann

In der Halle B8, mitten im Getümmel zwischen den Leuten, befindet sich eine kleine grüne Oase. Betritt man sie, fühlt man sich gleich, als wäre man selbst in einem Wald oder auf einer grünen Wiese. Dass die Installation dieses Gefühl auslöst, hat einen guten Grund. Denn «naturnah» war das Thema der Sonderausstellung, die der Schweizerische Bauernverband, die Vogelwarte Sempach und IP Suisse in Zusammenarbeit realisiert haben. Unter dem Namen «Naturnahe Landwirtschaft beflügelt», zeigen sie die einheimische Vogelwelt in der Kulturlandschaft, vogelfördernde Massnahmen in der Landwirtschaft und vogelfreundliche Lebensmittel.

Wie pfeift welcher Vogel?

An der Sonderschau können die Besucher die einheimischen Vögel besser kennen lernen, etwas über deren Lebensraum erfahren und sich sogar anhören, auf welche Art und Weise welcher Vogel pfeift und zwitschert. «Ich finde es sehr spannend, dass man hören kann, welcher Vogel wie klingt. So kann ich von nun an am Geräusch erkennen, um welche Art es sich handelt», sagt Sarah Rickenbacher (12) aus Ibach begeistert. Weiter präsentieren die Aussteller auch, wie die Messebesucher und Messebesucherinnen mit dem Konsum von vogelfreundlichen Lebensmitteln ihren eigenen Beitrag zum Schutz der einheimischen Vögel leisten können.

Melanie Suter (37) aus Walchwil sagt erstaunt: «Mir war nicht bewusst, dass die Bauernhöfe mit ihren Gebäuden und der ganzen Kulturlandschaft für die Vögel als Lebensraum so enorm wichtig sind. Super finde ich ausserdem, dass uns Besuchern hier aufgezeigt wird, wie wir selbst ganz einfach etwas für den Naturschutz tun können.»

Daneben konnten sich die Jüngeren unter den Messebesuchern eine eigene Vogelmaske basteln, und sich selbst ein bisschen wie ein Vogel fühlen. «Ich habe mir eine Maske gebastelt, mit der ich aussehe wie ein Rabe, weil mir diese Vögel am besten gefallen», erklärt der sechsjährige Luca aus Zug und rennt danach vergnügt und mit den Armen «flatternd» umher.

Mensch und Tier in Harmonie

In einem anderen Teil der Ausstellung stellen sich ausserdem verschiedene Bauernfamilien von IP-Suisse- Betrieben in kurzen Videos vor. Hier wird auch aufgezeigt, dass nicht nur die Vögel von den Bauernhöfen profitieren, sondern dass sie durch die Regulierung von Mäusen, Mücken und Schädlingen auch einen grossen Beitrag für die Bauernfamilien leisten. So leben Mensch und Tier auf diesen Betrieben in Harmonie, und jeder profitiert vom anderen.

Positive Rückmeldungen

Die gesamte Sonderschau rund um die naturnahe Landwirtschaft kommt bei den Besuchern der Zuger Messe gut an und stösst auf grosses Interesse. «Ich finde, dass man hier sehr viele spannende Dinge erfährt, über die ich so noch nie nachgedacht habe. Mir zum Beispiel wurde bewusst, dass die Vielfalt unserer Vogelwelt in der Schweiz etwas sehr Schönes ist, zu dem wir Sorge tragen sollten», sagt Rolf Fässler (47) aus Steinhausen. Diesen Grundgedanken wollten die Aussteller wohl auch vermitteln und landeten somit mit ihrer Sonderschau einen vollen Erfolg.

Kommt seit 36 Jahren an die Zuger Messe: Ulrich Senn, Lokführer der Dampfeisenbahn. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
26 Bilder
Guilherme Bacelar präsentiert den Entsafter für Zitrusfrüchte. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Der Kinderzirkus Funtistic aus der Ennetseegemeinde zieht die Zuschauer in seinen Bann. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Fast wie eine Massage: Richard Barisic erklärt zwei Messebesucherinnen den Shiatsu Body Belt. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
All das hat unsere Autorin bei ihrem Rundgang durch die Zuger Messe erbeutet. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Gabriel Galliker-Etter, Geschäftsleiter der Firma Etter, bringt unserem Autor die Fruchtbrände näher. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Besucherinnen bestaunen typisch Sanktgallerisches an der Zuger Messe. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)
Josef Raggam verkauft den Mixer «Choppy». Laut Herstellerangaben handelt es sich um einen Mixer, der alles mixt. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Auf dem Arenaplatz kommen Töfflibuebe auf ihre Kosten. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Valeria Huwiler aus Rotkreuz ist die charmanteste Zugerin. (Bild: PD)
Zwei Hostesssen am Stand des Gastkantons St. Gallen.
Ferkel tummeln sich an der Zugermesse in einem separaten Gehege. (Bild: PD)
Blumenverkäufer vor der Zuger Messe (Bild: PD)
Messeleiter Peter Binggeli (mitte) im Gespräch mit Zugs Stadtpräsident Dolfi Müller (links) und Thomas Regli, CEO der Seewarte, am 8. Zuger Wirtschaftszmittag (26.10.2015). (Bild: PD)
Das Restaurant «Aegerital go West» ist bis auf den letzten Platz gefüllt (26.10.2015). (Bild: PD)
Köstliches Fondue aus dem Entlebuch (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Am Stand der Zuger Bäuerinnen melken Daria (links) und Shirin Keel eine Kuh. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Verwaltungsratspräsid nt Paul Langenegger (links) und Geschäftsführer Hans Ulrich Schwarzenbach haben am Stand des Zweckverbandes der Zuger Einwohnergemeinden zur Bewirtschaftung von Abfällen (Zeba) den Durchblick. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Die Sonderschau der Zeba informiert, wie Abfall richtig entsorgt werden kann. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Am Stedy-Gewürzstand gibt es etwas zu gewinnen. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Der Gastkanton St. Gallen präsentiert sich auf einer überdimensionalen Zeitung. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Darfs einen neuen Parkettboden sein? (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Ein Prosit auf die Eröffnung der Zuger Messe (24.10.2015). (Bild: PD)
Gäste warten an der offiziellen Eröffnung auf das Essen. (24.10.2015). (Bild: PD)
Messeleiter Peter Binggeli (links) im Gespräch mit Regierungsrat Heinz Tännler während der Eröffnung. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)
Messeleiter Peter Binggeli bei der Eröffnungsfeier. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)

Kommt seit 36 Jahren an die Zuger Messe: Ulrich Senn, Lokführer der Dampfeisenbahn. (Bild: Werner Schelbert / Neue ZZ)