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Ausstellung: Die «Metamorphosis» in der Stadt Zug

In der Galerie Renggli stellen drei Künstlerinnen ihre Werke vor – zu einem gemeinsamen Thema. Die Ausstellung «Metamorphosis» wird auch die Villa Lauried samt Garten bespielen.
Monika Wegmann
Die drei Künstlerinnen (von links): Myrtha Steiner, Christina Oldani und Daniela Schönbächler. (Bild: Roger Zbinden (Zug, 27. April 2019))

Die drei Künstlerinnen (von links): Myrtha Steiner, Christina Oldani und Daniela Schönbächler. (Bild: Roger Zbinden (Zug, 27. April 2019))

Die Ausstellung «Metamorphosis» in der Galerie Renggli in der Zuger Altstadt ist in gewisser Weise einem Zufall zu verdanken. Und der hängt mit der Villa Lauried in Zug zusammen. Die drei Künstlerinnen Christina Oldani, Daniela Schönbächler und Myrtha Steiner, die derzeit bei Carla Renggli ihre Werke zeigen, werden ab Freitag auch die leerstehende Villa Lauried samt Garten bespielen. Wer schon jetzt einen Vorgeschmack auf dieses Projekt erhalten möchte, kann dies in der Galerie tun, wo am vergangenen Samstag die gutbesuchte Vernissage stattfand.

Immer wieder gelingt es Daniela Schönbächler, mit installativen Glasarbeiten zu überraschen. Mit den beiden «Translation» benannten, quadratischen Objekten aus Floatglas und blau-grünen Pigmenten, die in ihrer Werkstatt in Venedig entstanden sind, zaubert sie eine poetische Mini-Wasserwelt hervor, die sie kurzerhand nach Zug verschiebt. Ein spannendes Spiel mit Räumen, Reflexion und Transparenz kommt auch in ihren anderen Glasarbeiten und auf dem Video zum Ausdruck. Im Lauried-Garten wird von ihr unter anderem eine grossflächige Spiegelinstallation zu sehen sein.

Beobachterin der Naturwelt

Da liegt inmitten einer golden glitzernden Wiese ein Pferd, die beiden Menschen sind nahezu unsichtbar in der Nähe positioniert. Das grossformatige Werk von Christina Oldani ist expressiv und zart zugleich umgesetzt. Auf den anderen Bildern bilden Hirsche und ein Wolf zwischen Dornengeflechten und Gestrüpp die zentralen Sujets. Doch was wegen der pastelligen Farben auf den ersten Eindruck ein romantisches Flair ergibt, lässt bei genauerer Betrachtung einen tieferen Sinn erkennen. So sagt die Künstlerin: «Der Wolf und die anderen Tiere sind immer auf der Flucht. Wo können sie heute noch sein?» Die bedrohte Natur sowie die Vergänglichkeit sind für Oldani schon länger wichtige Themen, die sie auch in der Villa Lauried mit plastischen Arbeiten im Garten zum Ausdruck bringen wird.

Die begeisterte Taucherin Myrtha Steiner ist von der Unterwasserwelt fasziniert. Immer wieder lässt sie Fische und anderes Getier über ihre Bilder und ­Lithos schwärmen. Die Formen sind reduziert und teilweise nur angedeutet. Die abstrakten Gouache-Arbeiten deuten Naturnähe an und strahlen eine sinnliche Harmonie aus. In der Villa Lauried wird Myrtha Steiner den ehemaligen Atelierraum in eine türkisfarbene Unterwasserwelt verwandeln, wo Meerestiere und -pflanzen direkt auf die Wände gemalt sind.

Das Thema der Ausstellung «Metamorphose» steht sinnbildlich auch für die künstlerische Verwandlung der Villa Lauried, die am 3. Mai eröffnet wird, begleitet von mehreren Veranstaltungen. Vielen Zugern ist die Liegenschaft, die 1860 für die Gebrüder Müller erbaut wurde, auch als ehemaliges Atelierhaus des Kirchenmalers Fritz Kunz bekannt. Später wurde das Gebäude für verschiedene Zwecke genutzt. Dank der Stadt und der drei Künstlerinnen wird es jetzt für eine gewisse Zeit wiederbelebt. So wird dem Haus ein weiteres – und vielleicht letztes – Kapitel seiner wechselvollen Geschichte geschenkt.

Die Ausstellung «Metamorphose» in der Galerie Renggli läuft bis 25. Mai. Die Ausstellung in der Villa Lauried, Lüssiweg 18, läuft vom 3. Mai bis 15. Juni: Sie ist jeweils samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

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