AUSSTELLUNG: Ein Naturprodukt mit Tücken

Für viele Menschen sind Pilze eine Delikatesse. Zum Verzehr eignen sich jedoch nicht alle. «Hinterhältig» seien gar die einen, sagen Experten.

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Viele interessierte Besucher begutachteten im Hertizentrum die Pilze. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Viele interessierte Besucher begutachteten im Hertizentrum die Pilze. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Trotz der für das Pilzsammeln ungünstigen Witterung konnte der Pilzverein Zug in der Mall des Hertizentrums am Samstag über 100 Vertreter von einheimischen Pilzarten ausstellen. Zu diesem Zweck hatten zehn Mitglieder des Vereins am Freitag während Stunden die Wälder durchstöbert und so eine eindrückliche Kollektion von Gewächsen gesammelt - von schmackhaften Speisepilzen über noch geniessbare bis hin zu hoch giftigen Vertretern wie dem Grünen Knollenblätterpilz.

Mit dem Anlass, der zum zweiten Mal im Hertizentrum stattfand, wollen die Pilzkenner den Leuten die vielen Varietäten aufzeigen, die zum Teil erst mit Hilfe einer Lupe oder unter dem Mikroskop zu erkennen sind.

Vergiftungserscheinungen erst zwei Wochen nach Verzehr
Im Gegensatz zu andern Kantonen gibt es im Kanton Zug keine Schontage, und auch die Menge, die eine Person sammeln darf, ist nicht begrenzt. Mit der Pilzkontrolle im städtischen Werkhof verfügt der Kanton Zug zudem über eine Fachstelle, die alle Sammler kostenlos beanspruchen können. Und dies, obwohl die öffentliche Hand laut Gesetz nicht dazu verpflichtet sei, wie Ruedi Greber ausführt.

Der Gang zur Pilzkontrolle ist auch erfahrenen Sammlern zu empfehlen, denn «gewisse Pilze sind hinterhältig», sagt Markus Schwery, Pilzkontrolleur in Küssnacht, und nennt als Beispiel den Spitzgebuckelten Raukopf. Die Symptome der Vergiftung dieses an sich harmlos aussehenden Pilzes treten erst etwa zwei Wochen nach dem Genuss auf und führen zu einem akuten Nierenversagen.

Angesichts der erfahrenen Pilzkenner konnten die Besucher, die sich in der Festwirtschaft für einen Pilztoast entschlossen, diesen bedenkenlos geniessen.

Hansruedi Hürlimann

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag in der Neuen Zuger Zeitung.