Auto oder Velo?

Zu einer FDP-Motion betreffend der Veloinfrastruktur in der Stadt Zug

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Die Zeit ist reif, das veraltete Auto-oder-Velo-Denken abzulegen. Deshalb habe ich als FDP-Mitglied Ende Juni zusammen mit Kollegen der Alternative-CSP, CVP, GLP und SP die Motion Velostadt Zug eingereicht. Die Motion fordert, dass die Stadt Zug in Zusammenarbeit mit dem Kanton eine sichere und bequeme innerstädtische Veloinfrastruktur erarbeitet.

Ich bin überzeugt davon, dass gute politische Lösungen parteiübergreifend entstehen können. Die aktuellen Mobilitätsprobleme lassen sich nicht durch dogmatische und ideologische Parolen lösen. Weder die Verteufelung des Autos noch das Belächeln des Velos bringen uns weiter. Ich persönlich – wie viele andere auch – entscheide je nach Situation, ob ich mit dem Auto, dem Velo, dem öffentlichen Verkehr oder auch zu Fuss unterwegs bin. Deshalb finde ich es auch nicht zielführend, die verschiedenen Verkehrsmittel gegeneinander auszuspielen.

In der Stadt Zug gibt es etliche Möglichkeiten, durch eine attraktivere Veloinfrastruktur die Situation für alle Verkehrsteilnehmenden zu verbessern. Beispielsweise werden durch ein sicheres und bequemes Velonetz mehr Menschen fürs Velofahren motiviert, was wiederum zu einer Entlastung der Strassen und der öffentlichen Verkehrsmittel führt. Ein anderes Beispiel ist der Mischverkehr zwischen Velofahrenden und Fussgängern, wie es ihn an der Seepromenade gibt.

Von einer Entflechtung profitieren alle, da die Sicherheit erhöht wird. Es ist an der Zeit, das veraltete Auto-oder-Velo-Denken beiseitezulegen und im Sinne eines ganzheitlichen Mobilitätskonzepts zu denken, welches Auto und Velo beinhaltet.

Ich hoffe, dass der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug das auch so sieht und am 8. September der Überweisung der Motion Velostadt zustimmt.

Maria Hügin Birrer, Mitglied des Grossen Gemeinderats, FDP, Zug