AUTOAUFBRÜCHE: EVZ will nichts mehr dazu sagen

EVZ-Fans sind jüngst Opfer von Räubern geworden. Der Zuger Eishockeyverein will sich zum Thema stadionnaher Sicherheit nicht mehr äussern.

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Mit eingeschlagener Hinterscheibe fand Nicolas Beeler am Freitag sein Auto vor. (Bild: PD)

Mit eingeschlagener Hinterscheibe fand Nicolas Beeler am Freitag sein Auto vor. (Bild: PD)

EVZ-Fans sind jüngst Opfer von Räubern geworden. Bekanntlich wurden letzten Freitag während des EVZ-Spiels gegen Lugano sechs Autos auf dem Parkplatz beim Herti aufgebrochen. Dabei schlugen die Täter nicht nur die Fensterscheiben der Wagen ein, sondern stahlen auch Wertgegenstände im Wert von mehreren hundert Franken (wir berichteten aktuell). Hinweise auf die Räuber fehlen noch immer.

Der EVZ bedauerte die Vorfälle, machte aber klar, wie berichtet, dass der Verein ausschliesslich und eingrenzend für die Sicherheit in der Bossard-Arena verantwortlich sei. So weit, so gut. Indes – wäre es nicht ein Service des EVZ, wenn Security-Leute des Zuger Eishockeyvereins ab und zu auch wenigstens über die stadionnahen Parkplätze der Fans patrouillieren würden – sozusagen als Abschreckung für Kriminelle? Schliesslich ist der Verein ja auch dankbar, wenn die Fans – Gäste des EVZ – Woche für Woche treu zu Tausenden in die Bossard-Arena strömen. Und nicht alle Fans können oder wollen eben mit dem öffentlichen Verkehr anreisen.

Doch der Zuger Eishockeyverein will sich zum Thema stadionnaher Sicherheit nicht mehr äussern. «Wie am Telefon bereits angedeutet und nach Absprache mit unserem Sicherheitsverantwortlichen, verweisen wir auf das gestrige abschliessende Statement und werden daher nicht weiter Stellung zu den gestellten Fragen nehmen», heisst es lapidar seitens der EVZ-Pressestelle.

Eher Aufgabe der Polizei

Wie allerdings schätzen die Fans selbst eigentlich die Sicherheit rund ums Stadion ein? Reto Graf, Präsident des EVZ-Fanclubs «Der 7. Mann – Herti Nordkurve», kommt per Auto aus dem Aargau zu jedem Heimspiel und parkiert oft beim Kaufmännischen Bildungszentrum Zug hinter dem Stadion. «Mir ist in den letzten 25 Jahren nie etwas passiert, und ich höre das erste Mal von solchen Vorfällen.» Er räumt ein, dass die EVZ-Fans Gäste des Vereins seien und dass so ein Service vielleicht wünschenswert sei. «So etwas ist aber einfach nicht machbar und liegt ausserhalb der Zuständigkeiten des Vereins.» Wenn sich solche Fälle mehrten, müsste allenfalls die Zuger Polizei aktiver einschreiten.

Wolfgang Holz