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Autonom wohnen im Alter dank technischem Assistenzdienst

Die technische Alltagsassistenz der Pro Senectute hilft dabei, den eigenen Haushalt altersgerecht einzurichten. Das steigert die eigene Autonomie und senkt die Betreuungs- und Pflegekosten.
Wolfgang Meyer
Stefan Bolli von der Alltagsassistenz der Pro Senectute Zug installiert ein digitales Telefon bei einem Kunden. (Bild: Maria Schmid (22. August 2018))

Stefan Bolli von der Alltagsassistenz der Pro Senectute Zug installiert ein digitales Telefon bei einem Kunden. (Bild: Maria Schmid (22. August 2018))

Im Alter wollen viele möglichst lang in den eigenen vier Wänden leben. Das Altersheim ist oft die letzte Option. Um das zu ermöglichen, gibt es nebst anderen Angeboten die technische Alltagsassistenz der Pro Senectute. Dieser Handwerkerservice erledigt kleinere Arbeiten rund ums Haus und hilft, den eigenen Haushalt so zu gestalten, dass Betagte möglichst autonom wohnen können. Haltegriffe im Bad oder altersgerechte Toiletten können dabei helfen, den eigenen Wohnraum barrierefrei zu gestalten.

Stefan Bolli war diesbezüglich einer der Vorreiter bei der Pro Senectute. Lange arbeitete er als Bauspengler. Wegen eines Berufsumfalls liess er sich zum Pfleger umschulen und startete bei der Alltagsassistenz der Pro Senectute. Heute verbindet er diese beiden Welten und geht Betagten kompetent zur Hand, wo immer Hilfe benötigt wird. «Während meiner Einsätze bei den Klienten im Rahmen der Alltagsassistenz ist mir aufgefallen, dass bereits wenige Anpassungen und Hilfsmittel viel Erleichterung bringen können. Meine Klienten wissen am besten, was sie brauchen.» Er helfe ihnen dabei, Lösungen zu finden und realisiere diese für sie.

Bollis Stammkunden passen zusammen mit dem Fachmann ihr Zuhause laufend an ihre gesundheitlichen Umstände an. «Ich bin sehr zufrieden mit Herrn Bollis Unterstützung und froh um die Hilfe», sagt einer seiner Kunden aus Steinhausen. Auch bei ihm zu Hause installierte Bolli Haltegriffe im Bad und bei der Toilette. «Ohne die könnte ich das Bad nicht mehr alleine benutzen», meint sein Kunde.

Der Helfer installiert TV, Telefon oder Glühbirnen

Für die Sprecherin von Pro Senectute Zug Olivia Stuber ist sowohl die Alltagsassistenz als auch der Handwerkerservice eine starke Lösung für ein strukturelles Problem: Die Babyboomer treten ins Rentenalter. Der Betreuungsaufwand pro Berufstätigem nimmt zu und Altersheimplätze kosten viel Geld. «Unsere Gesellschaft ist darauf angewiesen, dass ältere Menschen möglichst lange und möglichst selbstständig zu Hause leben können.» Dazu bedarf es eines umfassenden Betreuungsangebots.

Neben der Spitex und anderen Institutionen ist die technische Alltagsassistenz der Pro Senectute ein weiteres Angebot, das den Alltag im Alter erleichtert. Bolli montiert Möbel, wechselt Dichtungen, installiert TV, Telefon und Internet, wechselt Glühbirnen, hängt Bilder auf oder entwickelt zusammen mit seinen Kunden Sicherheitsinstallationen, wo sie benötigt werden. Der 48-jährige begeisterte Handwerker ist ein «Mann für alles».

Zwei bis drei Jahre länger zu Hause

«Manchen Kunden konnten wir ermöglichen, zwei bis drei Jahre länger zu Hause zu wohnen. Das ist ein grosser Unterschied in der Lebensqualität dieser Menschen», sagt Bolli. «Da wir darauf achten, unsere Kunden stets mit den gleichen Handwerkern und Pflegern zu unterstützen, lernen sie unsere Mitarbeitenden kennen und bauen ein Vertrauensverhältnis zu ihnen auf.» Gerade das sei ein zentraler Punkt bei der Zusammenarbeit mit der Pro Senectute, meint Stuber. «Dank der Mitfinanzierung der Gemeinden können sozial abgestufte Tarife angeboten werden. Ausserdem zahlt je nach Fall auch die Versicherung einen Teil unserer Leistungen», erklärt Stuber.

Ergänzend zu ihren verschiedenen Angeboten eröffnete die Pro Senectute vor einem Jahr einen Laden für Hilfsmittel an ihrem Sitz an der Ägeristrasse 52. «Vom einfachen Dosenöffner bis zum Pflegebett findet man bei uns alles», sagt Stuber. Stefan Bolli und seine Kollegen installieren die Hilfsmittel dann beim Kunden zu Hause.

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