Baar

Anwohner fordern durchgehend Tempo 30 auf der Landhausstrasse

Kürzlich wurde eine Petition mit 151 Unterschriften bei der Gemeinde eingereicht. Die Initianten sorgen sich um die Sicherheit der Schulkinder im dicht besiedelten Ortsteil.

Raphael Biermayr
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Seit Mitte November 2020 gilt auf der Landhausstrasse beim Zuger Kantonsspital Tempo 30. Nun soll diese Massnahme auf Wunsch von Anwohnern auf die gesamte Länge erweitert werden.

Remy Auf der Maur sammelte mit Mitstreitern in der Umgebung 151 Unterschriften für eine entsprechende Petition, die sie Anfang Dezember der zuständigen Abteilung in der Verwaltung übergaben.

Die Landhausstrasse gilt vielen als Option, zur Hauptverkehrszeit dem Rückstau auf dem Autobahnzubringer sowie dem überlasteten Baarer Dorfkern aus dem Weg zu gehen. «Gerade an der letzten Eigentümerversammlung war die Zunahme des Verkehrs ein Thema», sagt der Familienvater Auf der Maur, der seit sieben Jahren an der Landhausstrasse wohnt. Mehr Ruhe ist nicht das Hauptanliegen der Petenten. Es geht ihnen vielmehr um Sicherheit für die Kinder auf deren Schulwegen. Auf der Maur sagt:

«Das Quartier Altgasse ist in den letzten Jahren stark gewachsen und es wird immer weiter gebaut. Täglich queren sehr viele Kinder die Landhausstrasse.»
Seit Mitte November gilt auf der Landhausstrasse, von der Weststrasse her kommend, bis nach der Bahnüberführung Tempo 30.

Seit Mitte November gilt auf der Landhausstrasse, von der Weststrasse her kommend, bis nach der Bahnüberführung Tempo 30.

Bild: Stefan Kaiser (Baar, 5. Januar 2021)

In der Umgebung – namentlich auf der Altgasse sowie auf der Dorf- und der Zugerstrasse – sind seit längerem Temporeduktionen von 50 auf 30 Kilometer pro Stunde erlassen worden. «Der derzeit herrschende Flickenteppich ist unbefriedigend und bedarf einer Überarbeitung», steht im Vorstoss. Darin fordern die Anwohner auch, dass an den bestehenden Fussgängerstreifen festgehalten wird. Dies vor dem Hintergrund, dass auf anderen Baarer Strassen bei der Einführung von Tempo 30 Fussgängerstreifen aufgehoben worden seien, erklärt Remy Auf der Maur.

Vorreiterrolle in Sachen Tempo 30

Die Petenten rennen mit ihrem Anliegen offene Türen ein. Denn der Gemeinderat beschneidet seit Jahren die Höchstgeschwindigkeit in Baar. Seit dem vergangenen August dürfen etwa auch zwischen Rigi- und Ägeristrasse höchstens 30 Stundenkilometer gefahren werden. Der zuständige Gemeinderat Zari Dzaferi zeigt für den Wunsch der Landhausstrassen-Anwohner Verständnis. Natürlich werde eine «hohe Schulwegsicherheit» angestrebt.

Beim Treffen mit der Delegation der Petenten Anfang Dezember habe man diese auf das bis Ende 2021 vorliegende kommunale Gesamtverkehrskonzept hingewiesen. Sobald die Rahmenbedingungen für diesen Ortsteil erarbeitet seien, werde man auch ihr Anliegen behandeln und die Verantwortlichen über die Ergebnisse auf dem Laufenden halten. Denn obwohl er nicht dazu verpflichtet ist, eine Petition zu behandeln oder zu beantworten, sei es dem Gemeinderat wichtig, dass «sich die Petitionäre ernst genommen fühlen», so Dzaferi.

Remy Auf der Maur und seine beiden Mitstreiterinnen der Delegation fühlten sich bei der Einreichung der Petition im Gemeindehaus durchaus gehört.

«Wir sind uns aber bewusst, dass wir nachhaken und uns weiterhin für unser Anliegen der Schulwegsicherheit einsetzen müssen.»