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BAAR: Ascom mit Gewinnwarnung

Der Telekomtechnologie-Konzern Ascom erwartet für 2015 einen deutlich tieferen Gewinn als im Vorjahr. Als Grund nennt das Unternehmen aufgeschobene Investitionen seiner nordamerikanischen Kunden.
Fritz Mumenthaler, CEO der Ascom, am Hauptsitz in Baar. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Fritz Mumenthaler, CEO der Ascom, am Hauptsitz in Baar. (Bild: Stefan Kaiser / Neue ZZ)

Die nordamerikanischen Mobilfunknetzbetreiber stünden unter erhöhtem Kostendruck, der ihr Investitionsverhalten für den Netzwerkbereich beeinträchtige. So habe ein bedeutender Ascom-Kunde wesentliche Investitionsvorhaben in Netzwerke für Infrastruktur- und Dienstleitungsanbieter ins Jahr 2016 verschoben.

Für die Division Network Testing bedeute dies ein Umsatzverlust von 8 Millionen Dollar in diesem Jahr, teilte der Konzern am Montag mit. Die Division ist auf das Optimieren von Mobilfunknetzen spezialisiert.

Um das Testing Business der Division den neuen Marktrealitäten anzupassen und die Profitabilität zu verbessern, seien zudem Restrukturierungsmassnahmen eingeleitet worden. Die damit verbundenen Kosten beliefen sich auf einen tieferen bis mittleren einstelligen Millionenbetrag und würden im Jahresergebnis 2015 ausgewiesen, heisst es weiter.

Einschliesslich der Restrukturierungskosten für das Testing Business erwartet die Division Network Testing einen Verlust im Rahmen eines tiefen bis mittleren einstelligen Millionenbetrages in Schweizer Franken. Dies auch, weil die deutsche Geschäftseinheit Systems & Solutions weiter hinter den Erwartungen zurückbleibe.

Obwohl der Konzern unverändert eine Dividende von 0.45 Franken pro Aktie ausschütten will, kam die Gewinnwarnung an der Börse in Zürich gar nicht gut an. Die Titel brachen am Montag in einem freundlichen Gesamtmarkt um bis zu 18 Prozent ein. Bei Börsenschluss notierten sie noch rund 15 Prozent im Minus.

sda

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