BAAR: Baar: Leitung kommt auf alternatives Trassee

Der Weg für den Bau der SBB/NOK-Leitung auf dem alternativen Trassee in Baar ist frei. Möglich wurde dies dank dem Rückzug der letzten Einsprache gegen das Vorhaben.

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Heinz Tännler, Baudirektor des Kantons Zug. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Heinz Tännler, Baudirektor des Kantons Zug. (Bild Christof Borner-Keller/Neue ZZ)

Durchbruch bei den Verhandlungen für ein alternatives Trassee der SBB/NOK-Leitung in Baar: Am Dienstag konnte die vierte und letzte Partei zum Rückzug ihrer Einsprache gegen das Vorhaben bewogen werden. Möglich wurde die aussergerichtliche Einigung dank «intensiven Verhandlungen des Baudirektors und einer angemessenen Inkonvenienzentschädigung», wie die Baudirektion des Kantons Zug mitteilt. Mit solchen Entschädigungen würden allen betroffenen Grundeigentümer die Nachteile abgegolten, die durch den Bau der Leitung entstehen.

«Ich bin äusserst glücklich, dass wir eine einvernehmliche Lösung finden konnten, die für alle Beteiligten stimmt», sagt Baudirektor Heinz Tännler. Dank der Einigung ist der Weg für die Betreiber nun frei, mit dem Bau der Leitung rechtzeitig beginnen können.

Erfolg auf dem Verhandlungsweg
Da bis Ende Februar dieses Jahres mit der einsprechenden Partei keine Einigung erzielt werden konnte, begannen am 3. März 2008 die Einspracheverhandlungen vor dem Eidgenössischen Starkstrominspektorat (ESTI). Die Baudirektion des Kantons Zug war jedoch weiterhin bemüht, parallel zum ordentlichen Rechtsweg das Gespräch zu suchen und eine einvernehmliche Lösung anzustreben, was nun geglückt ist.

Die Suche nach einer alternativen Lösung zur höchst umstrittenen, aber rechtsgültig bewilligten SBB/NOK-Leitung entlang der Autobahn in Baar gestaltete sich sehr aufwändig, wie es weiter heisst. Zudem habe ein hoher Zeitdruck bestanden, denn die Betreiber müssten bis Ende 2008 über einen rechtsgültigen Entscheid für das Alternativtrassee verfügen. Andernfalls wären sie gezwungen gewesen, ihre bewilligte Leitung entlang der Autobahn aus Gründen der Betriebssicherheit zu realisieren. Mit dem Rückzug der letzten Einsprache seien nun alle Voraussetzungen erfüllt, dass die Leitung «einem breiten öffentlichen Interesse entsprechend» grossräumig um das Siedlungsgebiet von Baar herumgeführt werden kann.

scd