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BAAR: Baarer Gemeindepräsident wehrt sich gegen Vorwürfe

War die Nomination des CVP-Kandidaten für das Gemeindepräsidium, Walter Lipp, das Resultat von Absprachen? Der Gemeindepräsident Andreas Hotz (FDP) weist diesen Vorwurf entschieden von sich.
Rahel Hug
Bei den Gemeinderatswahlen am 7.Oktober wird entschieden, wer im Baarer Rathaus in das Büro des zurücktretenden Andy Hotz einziehen darf. Bis jetzt ist nur bekannt, dass Walter Lipp (CVP) für das Gemeindepräsidium antreten will. (Bild: Werner Schelbert (ZZ) (Neue Zuger Zeitung))

Bei den Gemeinderatswahlen am 7.Oktober wird entschieden, wer im Baarer Rathaus in das Büro des zurücktretenden Andy Hotz einziehen darf. Bis jetzt ist nur bekannt, dass Walter Lipp (CVP) für das Gemeindepräsidium antreten will. (Bild: Werner Schelbert (ZZ) (Neue Zuger Zeitung))

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Wer beerbt den Baarer Gemeindepräsidenten Andreas Hotz? In den Startlöchern für die Nachfolge des langjährigen FDP-Politikers ist bislang erst ein Kandidat: Der aktuelle Gemeindeschreiber Walter Lipp, der für die CVP antritt. Die anderen Parteien lassen sich noch nicht in die Karten blicken, die FDP wird voraussichtlich das Präsidium nicht anpeilen.

Dass es in Sachen Gemeindepräsidium bisher keine Auswahl gibt, sorgt für Kritik. So wurde an der Fasnacht ein Plakat veröffentlicht, das Walter Lipp als Marionette zeigt, die von den Gemeinderäten Andreas Hotz, Jost Arnold (FDP) und Paul Langenegger (CVP) geführt wird. Die CVP-Gemeinderätin Sylvia Binzegger wird auf dem Bild von der Marionette weggetreten. Sie wurde bekanntlich an der CVP-Nominationsversammlung nicht für das Präsidium nominiert – entgegen dem Vorschlag des Vorstandes, der mit einem Zweierticket Lipp/Binzegger antreten wollte.

«Eine Person wie er lässt sich nicht manipulieren»

Den Vorwurf, dass das Trio Hotz, Arnold und Langenegger durch geheime Absprachen die Kandidatur von Sylvia Binzegger verhindert haben soll, weist der Gemeindepräsident Andreas Hotz entschieden von sich. «Die Karikatur kam für mich völlig überraschend. Sie ist gut gezeichnet, aber von der Aussage her total falsch.» Walter Lipp sei seit 16 Jahren Gemeindeschreiber und führe die Verwaltung erfolgreich und sehr kompetent. «Eine Person wie er lässt sich nicht manipulieren», sagt Hotz. «Seine Kandidatur war allein seine Entscheidung. Die Neuigkeit kam für mich auch überraschend, doch ich habe grossen Respekt vor diesem Schritt.» Klar sei in der Vergangenheit am Stammtisch über seine Nachfolge diskutiert worden, erklärt der Gemeindepräsident. «Wahlen geben immer Anlass zu Gesprächen. Doch dass Jost Arnold, Paul Langenegger und ich hier irgendwelche Pläne geschmiedet haben sollen, ist schlicht nicht wahr. Wir haben keinen Einfluss genommen und hätten dies auch nicht gekonnt.» Absprachen zwischen der CVP- und der FDP-Parteispitze seien ihm nicht bekannt, ergänzt Hotz. «Und falls es welche gegeben hätte: Bei einer so gut besuchten CVP-Versammlung hätten diese meiner Meinung nach keine Auswirkungen haben können.» An der Versammlung hatten über 100 Stimmberechtigte teilgenommen.

Durch die Kandidatur des Gemeindeschreibers für die Wahl im Oktober ergibt sich in Baar eine spezielle Situation. Dies bestätigt der Gemeindepräsident. «Wir müssen nun genaue Spielregeln festlegen, denn es soll keinerlei Überschneidungen in Sachen Wahldurchführung und Wahlteilnahme geben.» Es stehe fest, dass Walter Lipp bei den Wahlvorbereitungen nicht involviert sein werde. «Die Details, auch eine allfällige Kündigung von Lipp als Gemeindeschreiber, werden wir in den nächsten Wochen besprechen.» Die Gefahr eines Vakuums in der Verwaltung bestehe nicht, sagt Hotz: «Mit dem Vizegemeindeschreiber Severin Bättig haben wir eine sehr kompetente Person, welche diese Aufgaben übernehmen kann.»

Persönlich nimmt Andreas Hotz die Vorwürfe der «Wahlintrigen» gelassen, wie er sagt. «Ich freue mich auf die letzten zehn Monate im Amt. Und ob nun ein Mann oder eine Frau in meine Fussstapfen treten wird, spielt mir keine Rolle. Er oder sie wird eine gut funktionierende Einwohnergemeinde übernehmen.»

Mehrere Personen haben Aktion unterschrieben

Die Fasnachtsaktion mit der Karikatur wurde von mehreren Personen aus Baar unterstützt. Deren Unterschriften liegen unserer Zeitung vor, die Aktion hat aber keine offizielle Ansprechperson und kommuniziert via einer Mailadresse mit der Bezeichnung «fairewahlen.baar». Die Parteipräsidien der CVP und der FDP weisen die Vorwürfe der Mauscheleien ebenfalls von sich. Es habe keine Absprachen gegeben, heisst es (Ausgabe vom 15. Februar).

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