Baar beteiligt sich an KVA Perlen

In vier Jahren soll die neue Kehrichtverbrennungsanlage Perlen in Betrieb genommen werden. Am Sonntag hat die Gemeinde Baar ihre finanzielle Zusicherung vom Stimmvolk abgesegnen lassen.

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Jährlich sollen in der KVA Perlen rund 200'000 Tonnen Güsel aus der ganzen Zentralschweiz verbrannt werden. (Bild: PD)

Jährlich sollen in der KVA Perlen rund 200'000 Tonnen Güsel aus der ganzen Zentralschweiz verbrannt werden. (Bild: PD)

Die Stimmbürger von Baar haben dem Kredit in der Höhe von 2'073'194 Franken an der Urne mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 88,3 Prozent deutlich zugestimmt (4095 Ja, 541 Nein). Die Stimmbeteiligung lag bei 35,4 Prozent.

Sechs Gemeinden müssen zustimmen

Den Beitrag von 859'189 Franken zu gunsten des Zweckverbandes der Zuger Einwohnergemeinden für die Bewirtschaftung von Abfällen (Zeba) genehmigt hat schon Risch – dies jedoch bereits an der Gemeindeversammlung am 22. November. In der Stadt Zug entscheidet der Grosse Gemeinderat über die finanzielle Verpflichtung, in den anderen acht Zuger Gemeinden wird an der Gemeindeversammlung entschieden. Nicht alle Gemeinden müssen in dieses Finanzierungsmodell einwilligen: Damit es zu Stand kommt, genügt die Zustimmung von sechs Gemeinden oder der Mehrheit aller Stimmbürger.

Ab 2016 sollen auf dem Boden der Gemeinde Root jährlich rund 200'000 Tonnen Abfall verbrannt werden – darunter auch tonnenweise Güsel aus den Zuger Gemeinden. Die neue Anlage hat zwischen 70 und 80 Prozent Wirkungsgrad – enorm viel im Vergleich etwa zu Winterthur mit rund 40 Prozent.

Das 320-Millionen-Projekt hat einige grosse Hürden bereits genommen; so haben die Stimmberechtigten der Standortgemeinde Root das Projekt gutgeheissen, das Baugesuch und der Umweltverträglichkeitsbericht lagen auf. Die einzige Einsprache konnte abgewiesen werden.

rem