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BAAR: Blickensdorf soll mehr sein als eine «Durchfahrtsschneise»

Anwohner der Blickensdorferstrasse haben eine Interpellation zur Verkehrssicherheit eingereicht. Vor allem für Schulkinder ist die Situation oft gefährlich. Durch eine Verkehrsberuhigung erhofft man sich auch eine Aufwertung des Dorfteils.
Bei der Einfahrt von der Gewerbestrasse in die Blickensdorferstrasse gibt es bereits eine Markierung. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 25. Oktober 2017))

Bei der Einfahrt von der Gewerbestrasse in die Blickensdorferstrasse gibt es bereits eine Markierung. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 25. Oktober 2017))

Die Blickensdorferstrasse, die durch den gleichnamigen Baarer Dorfteil führt, ist gefährlich. Vor allem für den Langsamverkehr. Das Trottoir, das insbesondere von Schulkindern benutzt wird, ist eng. Oft muss es mit Velofahrern, die sich nicht auf die vielbefahrene Strasse trauen, geteilt werden. Ein Zustand, der bei den Bewohnern des stark gewachsenen Quartiers auf Missmut stösst. 56 haben sich nun zusammengetan und eine Interpellation zur Verkehrssituation für Schulkinder im Dorfteil Blickensdorf eingereicht.

«Einiges wurde bereits, auch auf Initiative von Anwohnerinnen und Anwohnern, durch die Gemeinde unternommen», heisst es im Einleitungstext der Vorlage zwar, doch «aus unserer Sicht bleiben noch weitere Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation offen». Sechs Fragen wurden an den Gemeinderat gerichtet. So möchten die Interpellanten etwa wissen, ob der Gemeinderat bereit ist, weitere verkehrsberuhigende Massnahmen zu prüfen und allenfalls umzusetzen. «Unser Hauptanliegen ist das grosse Verkehrsaufkommen und die Geschwindigkeit auf der Hauptstrasse», erklärt Marlen Staub Schmid von der Initiantengruppe. Gefährlich wird es vor allem, wenn die Schüler unterwegs sind. «Es gibt einige Zeitpunkte, wo die Situation besonders brenzlig ist, etwa über den Mittag oder wenn die Schule am Morgen beginnt und am Nachmittag wieder endet», führt sie aus. «Es kommt durchaus vor, dass Schulkinder für die Velofahrer auf die Strasse ausweichen.» Dabei hat Staub Verständnis für die Velofahrer, denn die Strasse verfügt nicht über einen Velo­streifen. Neben der Blickensdorferstrasse gibt es weitere heikle Stellen im Quartier.

So etwa die Querung der Gewerbestrasse. Eine Farbmarkierung soll hier den Verkehr zwar beruhigen, doch so richtig funktioniert das nicht. «Die Kinder wissen nicht, ob sie die Strasse nun hinter oder vor einem Auto überqueren sollen.» Auch für die Autofahrer sei die Situation nicht optimal. Hinzu kommen hohe und dichte Hecken, die die Sicht beeinträchtigen. Die Interpellanten machen selber gleich Vorschläge zur Beruhigung des Verkehrs. Dazu gehört etwa die Idee einer separaten Brücke für den Langsamverkehr über die Autobahn oder eine Einschränkung der Steinhauserstrasse, sodass diese nur noch von Anwohnern genutzt werden darf. «Das ist eine gewagte Forderung, dessen sind wir uns bewusst», sagt ­Marlen Staub. Verkehrszählungen zeigten aber, dass rund ein Drittel des Verkehrs, der auf die Blickensdorferstrasse einbiege, von der Steinhauserstrasse herkomme. «Wir möchten das Spektrum aufmachen und jeden Aspekt zur Diskussion bringen.»

Behandlung an Dezember-Gemeinde

Die Blickensdorferin betont, dass es sich bei den Initianten nicht bloss um «besorgte Mamis, die eine absolute Sicherheit für ihre Kinder wollen», handelt. Es gehe vielmehr darum, die Situation zu verbessern – und nicht zuletzt auch um eine Aufwertung des Dorfteils. «Blickensdorf ist mehr als eine Durchfahrtsschneise.» Jetzt sei die richtige Zeit, die Fragen zu stellen. Die Unterstützung bei den Nachbarn dafür sei sehr gross, so Staub. Der Gemeinderat hat verlauten lassen, dass die Beantwortung der Interpellation für die Gemeindeversammlung vom 13. Dezember vorgesehen ist. Da es sich bei der Blickensdorferstrasse um eine Kantonsstrasse handelt, müssen aber wohl auch Abklärungen mit dem Kanton getroffen werden.

Carmen Rogenmoser

carmen.rogenmoser@zugerzeitung.ch

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