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BAAR: CVP portiert Walter Lipp für das Gemeindepräsidium

Die Nominationsversammlung entscheidet sich für ein Einerticket – entgegen dem Vorschlag des Parteivorstands.
Walter Lipp von der CVP Baar (Bild: PD)

Walter Lipp von der CVP Baar (Bild: PD)

Die CVP Baar hat ein Luxusproblem. Ein Luxusproblem deshalb, weil sie gleich mehrere Kandidaten präsentieren konnte, die sich für das Gemeindepräsidium bewerben wollten. Dass die Partei am 7. Oktober auf ein Dreierticket mit den beiden bisherigen Pirmin Andermatt und Sylvia Binzegger und dem Gemeindeschreiber Walter Lipp setzen will, hat der Vorstand bereits kurz vor Weihnachten bekannt gegeben. Die Nomination der drei Kandidaten für die Gemeinderatswahl war an der gestrigen Versammlung im Altersheim Martinspark nur noch Formsache.

Spannend wurde es bei der Frage des Gemeindepräsidiums. Bekanntlich gibt der aktuelle FDP-Gemeindepräsident Andreas Hotz Ende Jahr sein Amt ab. Schulpräsidentin Sylvia Binzegger war die erste, die bekannt gegeben hatte, dass sie in seine Fussstapfen treten will. Auch Sicherheitsvorsteher Pirmin Andermatt sagte, er wäre dem Präsidium nicht abgeneigt. Dasselbe äusserte Walter Lipp, als seine Kandidatur öffentlich wurde. Eine nicht einfache Ausgangslage für den Vorstand. Dem «Luxusproblem» wollte die Parteileitung mit einem Doppelticket für das Präsidium begegnen. Parteipräsidentin Barbara Häseli führte aus, weshalb. «Wir haben eine besondere Ausgangslage. Wir haben sehr gute Kandidaten und den Majorz. Eine Doppelkandidatur bringt Vor- und Nachteile mit sich.» Mit einem Zweierticket könnten sich beide in einem «fairen Wahlkampf» der Bevölkerung präsentieren, so Häseli. «Und die Partei gibt beiden Rückendeckung.» Pirmin Andermatt habe sich «nach einem intensiven Austausch» entschieden, nicht für das Präsidium anzutreten.

Die Rechnung des Vorstandes ging nicht auf. In einer längeren Diskussion zeigte sich, dass viele der 111 Stimmberechtigten im Saal dem Vorgehen kritisch gegenüberstanden. Stellvertretend sei hier Urs Perner, alt Gemeindepräsident, zitiert. Mit einer Zweierkandidatur demonstriere die Partei keine Stärke gegen aussen, sagte er. «Wir sollten die Verantwortung jetzt und hier wahrnehmen und uns für eine Person entscheiden.» 81 Personen sprachen sich schliesslich gegen das Doppel- und für ein Einerticket aus – mit 33 Gegenstimmen ist dies ein deutliches Resultat.

Schliesslich nominierte die Versammlung mit 83 Stimmen Walter Lipp für das Präsidium. Sylvia Binzegger erhielt 26 Stimmen. Lipp, seit 2002 Gemeindeschreiber, sagte: «Ich bin ein Neueinsteiger, aber mit vielen Vorkenntnissen. Und ich bin motiviert, etwas Neues zu wagen.»

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

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