BAAR: Damit der Kies im Kanton bleibt

Das Recyclingzentrum im Tännlimoos muss auf Zusehen hin geschlossen werden. In der Nähe gibt es jedoch einen Ersatz.

Marco Morosoli
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Auf diesem Gelände soll dereinst das neue Recyclingzentrum zu stehen kommen. (Bild Werner Schelbert)

Auf diesem Gelände soll dereinst das neue Recyclingzentrum zu stehen kommen. (Bild Werner Schelbert)

Das Zuger Unternehmen Risi AG betreibt im Gebiet Tännlimoos auf Baarer Gemeindegebiet seit 1959 eine Deponie. Es werden dort verschiedene Stoffe aus der Bauwirtschaft einer sinnvollen Weiterverwertung zugeführt. Zu Beginn der 1990er-Jahre errichtete die Risi AG innerhalb der kantonalen Zone für Abfallanlagen eine Sortier- und eine Lagerhalle sowie einen Recyclingplatz zur Aufbereitung und Zwischenablagerung mineralischer Bauabfälle. Die Bewilligung für dieses Regime wurde in der Vergangenheit vom Baarer Gemeinderat respektive der Baudirektion verschiedentlich befristet verlängert. Jetzt ist damit Schluss. Der Grund: Der Recyclingplatz behindert auf lange Sicht die Weiterentwicklung der Deponie Tännlimoos.

Verträglichkeitsprüfung nötig

Die Wiederverwertung von Bauabfällen muss also anderswo erfolgen. Raum dafür konnte dabei in unmittelbarer Nähe gefunden werden. Und zwar in der Chrüzegg. Einem Gelände in unmittelbarer Nähe, auf dem ein solches Recycling-Zentrum betrieben werden kann. Dies ist einer Projektbeschreibung zu entnehmen, welche derzeit in der Gemeindekanzlei in Baar öffentlich aufliegt. Die Verlagerung der Anlage gestaltet sich dabei relativ einfach. Es muss eine Nutzungszone ausgeschieden werden. Dazu gehört zwingend auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung. Des Weiteren ist noch eine Baubewilligung vonnöten sowie eine marginale Revision des Zonenplans.

Zupass kommt der Risi AG dabei der Umstand, dass sich das Grundstück, auf welchem die neue Recyclinganlage zu stehen kommen soll, ihr schon gehört. Unklar ist aber derzeit noch, wann die neue Sortieranlage in Betrieb gehen soll. Das sei noch nicht definiert, sagt André Keusch, Risi-Verantwortlicher für die Produktion Kies & Beton, auf Anfrage. Die Betriebsgenehmigung für die Anlage am gegenwärtigen Ort ist vom Baarer Gemeinderat am 2. Februar 2004 für längstens zehn Jahre nach Rechtskraft der Baubewilligung erstreckt worden. Ende 2015 dürfte also Schluss sein. Neben der Chrüzegg wurden laut dem aufgelegten Projekt auch andere Standorte geprüft.