BAAR: Das Zuger Kantonsspital hat eine neue Röhre

Gestern wurde ein gewichtiges Gerät ins neue Zuger Kantonsspital gerollt. Durch ein Loch in der Wand.

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Teure Last: Zwei Millionen Franken kostet der neue Tomograf. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Teure Last: Zwei Millionen Franken kostet der neue Tomograf. (Bild Werner Schelbert/Neue ZZ)

Ein halbes Dutzend Männer in leuchtrosa Latzhosen kniet auf dem Asphalt vor dem neuen Zuger Kantonsspital. In der gläsernen Fassade vor dem Notfallzentrum klafft ein Loch. Über dem Boden baumelt an den Seilen eines Lastkrans gut verpackt ein grosses, zylinderförmiges, weisses Etwas.

«Der neue Magnetresonanztomograf», erklärt Robert Bisig, CEO des Zuger Kantonsspitals. Die sechs Tonnen schwere Röhre aus Amerika traf gestern in Baar ein – per Flugzeug und Transporter.

Auf kleinen Rollen durch die Spitalwand
Die Männer in Rosa platzieren den Giganten in Millimeterarbeit auf kleine Rollen, bevor er durch die geöffnete Fassade ins Innere geschoben wird. Dafür musste die nagelneue Spitalfassade aber nicht etwa zerstört werden. Die Fassadenelemente sind an dieser Stelle mit Scharnieren versehen.

«Die Wand wurde extra so konzipiert», erklärt Robert Bisig, «denn irgendwann muss das Gerät ja auch wieder raus.» Das soll aber vorerst nicht der Fall sein. In der Radiologie wird der Magnetresonanztomograf (MRT) voraussichtlich die nächsten fünf bis zehn Jahre bleiben.

Neue Geräte für rund acht Millionen Franken
Der rund zehnjährige MRT, der noch bis August in Zug im Einsatz steht, geht danach zurück an den Hersteller. Derzeit ist der zwei Millionen Franken teure, neue MRT wohl der modernste im Kanton Zug. Das heutige Untersuchungsspektrum werde damit massgeblich erweitert, heisst es seitens der Spitalleitung.

Im Rahmen des Umzugs vom 30. August ins neue Zuger Kantonsspital werden sämtliche Röntgengeräte ersetzt. Insgesamt kosten die neuen Geräte rund acht Millionen Franken. Ein Computertomograf (CT) wurde bereits in Baar installiert. In den nächsten Wochen folgen ein Mammografiegerät der neusten Generation und das Durchleuchtungsgerät.

Andrée Stössel

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.