Baar
Das Zuger Kantonsspital weist für 2020 über 1 Million Franken Gewinn aus

Trotz der Pandemie resultierte ein positives Betriebsergebnis. Auch die geplanten Umbauten hätten gleichwohl umgesetzt werden können.

Merken
Drucken
Teilen

(bier) Drei Prozent weniger Patientinnen und Patienten als im Vorjahr wurden 2020 stationär behandelt, schreibt das Zuger Kantonsspital in seiner Mitteilung zum vergangenen Jahr, nämlich 10'792 (2019: 11'119). Der Umsatz bei den ambulanten Behandlungen sei auf 56,5 Millionen Franken angestiegen (53,5 Millionen). Und die Zahl der Geburten sei nahezu konstant geblieben: 994 gegenüber 997.

Das Betriebsergebnis sei positiv und liege bei rund 1,2 Millionen Franken (Vorjahr: 1,98 Millionen). Diese rücke allerdings vor dem Hintergrund der pandemiebedingt grossen Belastung für das Personal in den Hintergrund. So mussten insgesamt 372 an Covid-19 erkrankte Menschen «aufgrund ihres schweren Krankheitsverlaufs stationär behandelt werden».

Ausbau des Angebots

Trotz der Coronaviruspandemie hätten die für 2020 geplanten Umbauten umgesetzt werden können, teilt das Kantonsspital weiter mit. So wurde etwa in der Onkologie ein zusätzlicher Therapieraum mit drei Behandlungsplätzen in Betrieb genommen. Neu könnten 15 Patienten gleichzeitig behandelt werden. Und dank der Zusammenarbeit mit dem Waidspital und dem Triemli in Zürich könnten Patienten nun neben Herz-MRI-Untersuchungen auch ambulante Herzkatheteruntersuchungen «von erfahrenen Kaderärztinnen und -ärzten» im Zuger Kantonsspital durchführen lassen.

Im laufenden Jahr 2021 werde im Untergeschoss des Spitals ein neues PET-CT-Gerät (Positronen-Emissionstomografie kombiniert mit Computertomografie) eingebaut, «welches mit nuklearmedizinischen und radiologischen Verfahren Tumore und Entzündungen mit hoher Präzision erfassen und lokalisieren kann». Der Betrieb erfolge ab Spätsommer 2021 zusammen mit dem Luzerner Kantonsspital. Ebenfalls im Untergeschoss werde ein ambulantes Operationszentrum mit zwei Operationssälen und weiteren Räumlichkeiten gebaut.