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BAAR: Der Bau des ersten Zuger Strassentunnels beginnt

Der Verlauf der Tangente Zug/Baar ist im Gelände bereits deutlich erkennbar. Jetzt starten die Vorarbeiten für den Geissbüel-Tunnel. Er wird 370 Meter lang und wird im Tagbau erstellt.
Blick von der Fussgängerbrücke auf die Baustelle Richtung Geissbüel. (Bild: Stefan Kaiser)

Blick von der Fussgängerbrücke auf die Baustelle Richtung Geissbüel. (Bild: Stefan Kaiser)

Der Bau der Tangente Zug/Baar schreitet planmässig voran. Das alles in allem rund 200 Millionen Franken teure Bauwerk soll die Verkehrsanbindung zwischen dem Berg und der Lorzenebene vereinfachen. Es ist geplant, die Strasse im Sommer 2021 in Betrieb zu nehmen.

Im vergangenen Sommer sind verschiedene notwendige Vorarbeiten für den Bau der Tangente Zug/Baar in Angriff genommen worden. Dazu zählen die Fussgängerbrücke in Inwil und die neue Strassenbrücke im Margel. Beide Bauwerke sind fertiggestellt und bereits in Betrieb. Andere Anlagen wie die Erweiterung der Südstrasse auf drei Spuren und die neue Unterführung an der Zugerstrasse sind im Bau.

Wie die Baudirektion in einer Mitteilung schreibt, beginnen nun die Vorarbeiten für den ersten Strassentunnel im Kanton Zug. Das 370 Meter lange Bauwerk wird im Tagbau erstellt. Derzeit sind Bauarbeiter daran, das lockere Bodenmaterial abzutragen. Wenn dies erledigt ist, kommen die richtigen Herausforderungen. In diesem Gebiet befinden sich Felsschichten. Diese müssen abgetragen werden. Sprengungen sind aber nicht notwendig. Ist die Rinne ausgehoben, kann dann mit den eigentlichen Tunnelarbeiten begonnen werden. Die Fahrbahn wird sozusagen gedeckelt.

Es kann temporär ziemlich laut werden

Zum Einbringen der Anker und Pfähle sowie für den Felsabtrag kommen Bohrgeräte und weitere schwere Maschinen zum Einsatz. Es ist daher mit erhöhten Lärmimmissionen zu rechnen. Zudem können, wie die Baudirektion weiter schreibt, bei den Bauarbeiten auch Vibrationen entstehen, welche durch den Fels übertragen und möglicherweise auch in den benachbarten Gebäuden wahrgenommen werden. Gearbeitet wird dabei in zwei Zeitfenstern. Am Morgen kann es zwischen 7 und 12 Uhr laut werden, am Nachmittag ist zwischen 13 und 17 Uhr temporär mit Lärm zu rechnen. Läuft alles nach Plan, dürfte der Aushub für den ersten Strassentunnel auf Zuger Boden Ende April 2018 abgeschlossen sein.

Da die Tangente Zug/Baar nicht nur auf der grünen Wiese gebaut wird, ist auch temporär mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. So muss laut der Baudirektion beim Einbringen einer Bohrpfahlwand der Verkehr auf der Strasse zwischen Baar und dem Talacher teilweise gesperrt werden. Dann wird der Verkehr mit einer Lichtsignalanlage geregelt.

Auch das Verkehrsregime beim Knoten Neufeld bleibt weiterhin erhalten. Das heisst, dass es dort weiterhin nicht möglich ist, in Richtung Baar abzubiegen. Autolenker, welche in das Baarer Zentrum anfahren wollen, werden deshalb gebeten, bereits beim ersten Kreisel nach der Autobahnausfahrt Baar nach links abzubiegen und auf der Weststrasse in Richtung Baar weiterzufahren.

Die Tangente Zug/Baar ist vom Zuger Souverän am 29. November 2009 mit 25212 Ja- zu 17539 Nein-Stimmen angenommen worden.

mo

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