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BAAR: Der WWF will der Lorze etwas zurückgeben

Der WWF Zug plant entlang dem Baarer Abschnitt des längsten Flusses im Kanton an zwei Orten eine Aufwertung. Davon profitieren in erster Linie die Fische.
Marco Morosoli
Unter anderem im Bereich «im Jöchler» bei den Schrebergärten in Baar soll die Lorze aufgewertet werden. (Bild: Maria Schmid (20. März 2018))

Unter anderem im Bereich «im Jöchler» bei den Schrebergärten in Baar soll die Lorze aufgewertet werden. (Bild: Maria Schmid (20. März 2018))

Marco Morosoli

marco.morosoli@zugerzeitung.ch

Wer von der Blickensdorferstrasse in der Nähe des Wiesentalschulhauses der Lorze entlang in Richtung Höllgrotten läuft, dürfte sich wundern: in diesem Gewässer tummeln sich Seeforellen, Alet, Bachforelle, Barbe, Schmerle, Groppe und Hasel. Im Littibach soll es gar bis vor kurzem noch Steinkrebse gehabt haben.

Nun hat der WWF Zug ein Projekt aufgelegt, dass diesen Fischen an zwei Stellen am Lorzenlauf eine Art geschütztes Refugium schafft. Dafür will der WWF Zug, wie dessen Präsidentin Esther Hegglin sagt, rund 25000 bis 30000 Franken aufwenden. Das eigentliche Projekt ist erstellt. Jetzt fehlt noch die fischereirechtliche Bewilligung. Diese ist bis am 5. April im Amt für Wald und Wild, an der Ägeristrasse in Zug, öffentliche aufgelegt. Läuft alles nach Plan, kann im Juni mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Ins Auge gefasst hat der WWF Zug die Aufweitung im Gebiet Jöchler und weiter südlich die Aufweitung Blickensdorf.

Die Idee des Planerbüros Rundumnatur aus Zug ist, Totholz in diesem Bereich in die Lorze einzusetzen. Solche Ansammlungen sind bis anhin vom Unterhalt entfernt worden. Wie dem Baubeschrieb zu entnehmen ist, will der WWF mit dieser Aktion auch zeigen, dass das Entfernen von Totholz nicht unbedingt ein Segen ist. Die Bauherrschaft glaubt, dass dieses Holz in der Lorze den maximalen Abfluss kaum beeinflussen sollte. Diese Totholz-Zonen seien durch ihre komplexe Struktur aus ökologischer Sicht sehr wertvoll. Totholz habe auch den Vorteil, dass es die Biomasse der Lorze erhöhe. Damit das Holz nicht weggeschwemmt wird, werden Anker gesetzt.

Der WWF hat in seinem Baubeschrieb auch die Güte des Lorzenwassers untersucht. Bei den verschiedenen Werten – zum Beispiel Nitrat – hat die Lorze die Note sehr gut erhalten. Der Unterlauf des Flusses war im Zuge des Baues der Autobahn 1973 anders gelegt worden. Dabei wurde die Einmündung der Lorze in den Zugersees in Richtung Stadt verschoben. Das neue Bett des Flusses war mit vielen grossen Steinen ausgefüllt worden. Die Lorze wirkt dadurch weniger steril als andere künstlich angelegte Flussläufe, hält der WWF fest.

Invasive Pflanzen machen sich breit

Was dem WWF am Ufer der Lorze generell aufgefallen ist: Wohl ist auf beiden Flussseiten Heckenholz vorhanden, jedoch sei die Verbreitung des japanischen Knöterichs und der Goldrute im Bereich der Böschung als negativ zu werten. Diese invasiven Pflanzen verdrängen andere einheimische Pflanzenarten.

Davon unbesehen hält die fischereirechtliche Bewilligung unter anderem fest, dass der Abschnitt der oberen Lorze vom Zugersee bis zur Höllschwelle im Kanton Zug die wichtigste Laichstrecke für die aufsteigenden Seeforellen ist. Auch Bachforellen würden hier vorkommen. Dem Projekt stehe aber nichts entgegen. Es müsse einfach bei dessen Umsetzung darauf geachtet werden, dass die Lorze nicht durch Treibstoffe, Baustoffe, Abfälle und dergleichen verschmutzt werde.

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