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BAAR: Die erste Freestyle-Halle der Region wird realisiert

Im Spinni-Areal wurde nach langer Suche eine passende Halle für die Indoor-Sportanlage gefunden. Hinter dem Projekt stehen sieben junge Hobbysportler, die für ihren Traum einiges auf sich nehmen.
Marut Kiatprasert zeigt die Halle. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 4. Mai 2018))

Marut Kiatprasert zeigt die Halle. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 4. Mai 2018))

«Ein Traum geht in Erfüllung», steht auf der Homepage der Interessengemeinschaft (IG) Freestyle-Halle Zug. So weit ist es zwar noch nicht ganz, der Traum ist aber immerhin zum Greifen nah. Marut Kiatprasert, Präsident der IG, jedenfalls strahlt über das ganze Gesicht, als er die noch brachliegende zukünftige Freestyle-Halle auf dem Spinni-Areal in Baar präsentiert. Auf 450 Quadratmetern sollen sich bald Skater und Parkour-Athleten austoben. Geplant sind ein Park für Skateboarding, Inlineskating, Kickboarding und BMX sowie ein Park für Parkour, Freerunning und Street-Workout. Etwas in dieser Art gebe es in der Zentralschweiz noch nicht, sagt Kiatprasert, der selber Parkour macht. Ergänzt wird das Angebot mit einem kleinen Café. Die Halle soll ein Treffpunkt für Freestyle-Sportler werden. Der Mietvertrag ist unterschrieben, das Bau­gesuch wird demnächst bei der Gemeinde eingereicht. Vieles hat sich in den letzten zweieinhalb Jahren getan. Und doch ist noch nicht alles unter Dach und Fach.

Die Mitglieder helfen beim Umbau mit

Die Finanzierung etwa. «Das Gesamttotal wird sich auf rund 200000 Franken belaufen», gibt Kiatprasert Auskunft. Damit sollen die Initialkosten sowie die laufenden Kosten des ersten Jahres abgedeckt werden. 120000 Franken davon werden für den Ausbau gerechnet. Ein guter Batzen ist schon zusammengekommen: 50000 Franken kommen vom letztjährigen Wettbewerb der Zuger Kantonalbank. 15000 Franken werden per Crowdfunding gesammelt. Die IG, die mit der kantonalen Jugendfachstelle zusammenarbeitet, hat sich dafür die auf Sportler fokussierte Plattform www.ibelieveinyou.ch ausgesucht. Noch rund 20 Tage bleiben, um das Ziel zu erreichen. Rund 85 Prozent des Betrages konnten bereits gesammelt werden. «Das Interesse an der Freestyle-Halle ist riesig», sagt der Präsident. Er ist zuversichtlich, dass das fehlende Geld noch ­zusammenkommt.

Marut Kiatprasert und seine Vorstandskollegen sind Macher. Sie legen sich für die Realisierung der Indoor-Halle ins Zeug. So soll beim Ausbau unter professioneller Leitung selber Hand angelegt werden. Der Baustart ist voraussichtlich im August, bereits im Oktober soll die Halle eröffnet werden. Die Sportler geben ein ziemliches Tempo vor – und sie können auf die Fähigkeiten der IG-Mitglieder zählen. Viele opfern ihre Ferien, um mitanzu­packen. Kreativität wird grossgeschrieben, auch in Bezug auf das geplante Café. «Wir sehen zwei Möglichkeiten: Einerseits können wir uns vorstellen, motivierte junge Leute, etwa Studenten, einzustellen oder den Bereich auszumieten.» Zudem könnten in der Halle Konzerte stattfinden, oder sie wird für Anlässe vermietet. Auch ist angedacht, dass Skateboard- und Parkour-Kurse angeboten werden. Es wird Jahresabos, aber auch Einzeleintritte geben. An Ideen fehlt es nicht. Der Tatendrang, den die Initianten ausstrahlen, lässt einen leicht vergessen, dass Skateboarden und Parkour eigentlich Hobbys sind. «Wir alle sind Herzblut-Sportler. Die Halle ist das Ziel, und das war noch nie in so greifbarer Nähe», sagt Kiatprasert.

Seinen Anfang nahm das Projekt «Eine Freestyle-Halle für den Kanton Zug» im November 2015. Drei Mal wurde das Konzept seither neu aufgesetzt, immer wieder mit einer anderen Location als Grundlage. Dieses Mal soll es nun klappen. «Wir wussten, es wird kein Zuckerschlecken, unser Vorhaben in die Tat umzusetzen. Doch wir glauben daran, dass sich die harte Arbeit auszahlt», sagt Marut Kiatprasert und blickt dabei stolz von der Galerie in die Tiefe der Betonhalle.

Carmen Rogenmoser

carmen.rogenmoser@zugerzeitung.ch

Hinweis

Weitere Informationen finden Sie unter www.freestylehalle-zug.ch

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