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BAAR: Die Frösche bedeuten ihm viel

Die Fröschenzunft Ebel feiert am 1. August ihr 70-Jahr-Jubiläum – und das bereits zum zweiten Mal. Mit gutem Grund.
Marco Morosoli
Ernst Bürge, langjähriger Aktuar der Fröschenzunft Ebel, ist durch und durch ein Fasnächtler. (Bild Christian H. Hildebrand)

Ernst Bürge, langjähriger Aktuar der Fröschenzunft Ebel, ist durch und durch ein Fasnächtler. (Bild Christian H. Hildebrand)

Marco Morosoli

Bei der Gründung der Fröschenzunft Ebel am 1. August 1945 war Ernst Bürge erst zwei Jahre alt und wohnte noch in Unterägeri. Doch kurze Zeit, nachdem der heute 72-Jährige vom Berg ins Baarer Quartier Inwil zieht, befällt ihn der Fasnachtsvirus – und hat ihn seither nicht mehr losgelassen. Zwar ist der Rentner in Sachen fünfter Jahreszeit ein wenig kürzer getreten. Er hat nach 23 Jahren das Amt des Aktuars der Fröschenzunft Ebel abgegeben. Er denkt aber nicht daran, ganz loszulassen. «Es gibt ein paar Daten im Jahr, die mir heilig sind», sagt Ernst Bürge. Er nennt den 7. Dezember, an dem die Zunftversammlung stattfindet, die Inthronisation des Zunftmeisters in der Vorfasnacht und der Beginn der närrischen Zeit.

«Fröscheloch» im kleinen Rahmen

Wer mit Ernst Bürge spricht, spürt, dass ihm die Fasnacht sehr am Herzen liegt. Deshalb macht er auch im Organisationskomitee mit, das am Samstag das 70-Jahr-Jubiläum punktgenau am Gründungstag der Inwiler Fasnacht feier­lich begeht. «Wir wissen nicht, wie viele Leute kommen werden, aber hoffen natürlich auf regen Zuspruch», sagt Bürge. Ihm zur Hand gehen an diesem Tag organisatorisch auch noch Paul Langenegger und Therese Nussbaumer.

Langenegger, der Baarer Bauchef, hat dabei Erfahrung in der Ausrichtung solcher Festivitäten. Er hat auch schon mitgeholfen, dass das «Fröscheloch» im Rahmen der diesjährigen Baarer Fasnacht ein Publikumsmagnet wurde. Und dieser Erfolg hat die Verantwortlichen der Fröschenzunft Ebel dazu animiert, das runde Jubiläum gleich nochmals zu feiern. Einfach in einem kleineren Rahmen. Der Festbetrieb beim Mehrzweckgebäude Rainhalde in Inwil dauert nur von 15 bis 19 Uhr. Aber wer die Inwiler kennt, weiss, dass der eine oder andere wohl noch etwas länger auf den Festbänken sitzen bleibt.

Anstoss aus Inwil?

Die Inwiler können dabei durchaus stolz auf ihre «Fröschenzunft» sein. Der Grund – und das erzählt Bürge natürlich gerne – liegt darin, dass die Fasnacht im Baarer Quartier 1945 zum Leben erweckt worden ist. Und vielleicht war die Fasnachtsgesellschaft Inwil ja indirekt einer der Geburtshelfer der Fasnachtsgesellschaft Baar, welche erst 1947 gegründet worden war. Denn die Baarer wollten vielleicht verhindern, dass die Ebeler mit ihren Fasnachtswagen als Soloauftritt am Rathaus des «Dorfes» vorbeiziehen.

Heute können die beiden Organisationen aber gut auseinandergehalten werden. 1950 wechselte die Fasnachtsgesellschaft Inwil ihren Namen in Ebeler Fasnächtler, und vier Jahre später wurde aus diesem Verein die Fröschezunft Ebel. Derweil hat die Baarer Fasnachtsgesellschaft als Triebfeder für die Räbefasnacht ihren Namen behalten. Aber auch in einem Punkt heben sich die Ebeler just im Jubiläumsjahr von ihren Baarer Kollegen ab. Sie ernannten für die diesjährige Fasnacht zum ersten Mal mit Cornelia I. Nussbaum eine Zunftmeisterin.

Derzeit zählt die Fröschenzunft rund 340 Mitglieder. «Die Fasnacht im Quartier hat immer noch eine grosse Bedeutung», sagt Ernst Bürge. Doch trotzdem blickt der Fasnächtler mit Herz mit einigen Sorgenfalten in die Zukunft: «Es wäre schön, wenn wir Junge und Zugezogene zum Mitmachen bewegen könnten.» Wer weiss, vielleicht erweist sich die zweite 70-Jahr-Jubiläumsfeier der Fröschenzunft als Jungbrunnen.

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