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BAAR: Ein Bilderbuch für Sehbehinderte

Die Heilpädagogische Schule Sonnenberg veröffentlicht nach sechs Jahren Überzeugungsarbeit endlich das Bilderbuch «Beno und Flecki». Es ist ein Buch nicht nur für sehbehinderte Kinder.
Wolfgang Meyer
Direktor Thomas Dietziker stellt das neue Bilderbuch vor. (Bild: PD)

Direktor Thomas Dietziker stellt das neue Bilderbuch vor. (Bild: PD)

Wolfgang Meyer

redaktion@zugerzeitung.ch

Am 7. Mai feierte die Heilpädagogische Schule Sonnenberg in Baar eine lang ersehnte Veröffentlichung. Nach sechs Jahren konnte endlich das Buch «Beno und Flecki» für sehbehinderte Kinder verlegt werden. Die mittlerweile an Krebs verstorbene Autorin Regis Arber und ihr damaliger Mitstudent Markus Stalder entwarfen das Buch im Rahmen ihrer damaligen Studienabschlussarbeit.

Die auf dickem Pappkarton gedruckten Bilder führen Kinder ab 18 Monaten spielerisch an die Symbole der weitverbreiteten Hyvärinen-Sehtests heran. Ein Bilderbuch für Kinder im Vorschulalter mit und ohne Sehbehinderung. Es lädt zum Schauen, Staunen, Sprechen und Handeln ein. Für die Förderung von Kindern und das Kennenlernen der Lea-Sehzeichen ist es ebenso geeignet wie für Eltern und Grosseltern zum Schauen und Erzählen. «Die Arbeit, die Arber und Stalder hier geleistet haben, ist sehr wichtig für unser Fach», betont der Geschäftsleiter de Schule Sonnenberg Thomas Dietziker. «Sie ist ein Zeugnis der Liebe und Zuneigung der beiden Autoren zu den Kindern, mit denen sie täglich arbeiteten.» Mit dem Verlag dieses Buches werde die Schule kein Geld verdienen, weil der Markt dafür einfach zu klein sei, setzt er die Gäste der Buchvernissage weiter ins Bild.

Zusammen mit dem Fachverlag Edition Bentheim hat die Schule nun bereits vier Bilderbücher für sehbehinderte Kinder veröffentlicht. «Mit ihren kräftigen Konturen und dem klaren Bildaufbau ermöglichen diese Bücher, Kindern trotz einer Sehbehinderung einfache Geschichten aus dem Alltag zu erleben und vor allem nachzuleben», sagt Dietziker. So etwa im 2007 erschienenen Buch «Leo deckt den Tisch», in dem die Kinder einen für nicht Sehbehinderte alltäglichen Arbeitsablauf wie das Tischdecken nachvollziehen können.

Nicht mehr daran geglaubt

Vor der eigentlichen Buchvernissage zeigte die Primarschule «Sehen» ihr Musikprojekt «Der Frühling erklingt». Unter der Leitung des erblindeten Musiklehrers Martin Huwyler zauberte der junge Chor mit seiner mitreissenden Freude an der Musik allen in der Aula ein fröhliches Lächeln auf die Lippen.

Damit diese Buchvernissage endlich möglich wurde, musste Dietziker sechs Jahre lang die geistige Eigentümerin der vier Sehtestzeichen Lea Hyvärinen beknien, ihr Okay zu geben. Denn ohne ihr Einverständnis dürfen die Zeichen nicht abgedruckt werden. «Ehrlich gesagt hatte ich nicht mehr daran geglaubt», gesteht Stalder. «Aber immer, wenn ich Thomas Dietziker gesehen habe, meinte er, bald sei es so weit!» Nun haben sie es endlich geschafft: Hyvärinen konnte von der Richtigkeit des Projekts überzeugt werden, und die Bücher gingen in den Druck.

Nun steht bei der Heilpädagogischen Schule Sonnenberg schon das nächste Projekt in den Startlöchern. «Der Bentheim Verlag hat uns gebeten, ein fachdidaktisches Buch zum Umgang mit diesen Bilderbüchern zu kreieren», kündigt Dietziker an.

Hinweis

Das Buch «Beno und Flecki» von Regis Arber und Markus Stalder ist im Buchhandel erhältlich, ISBN 978-3-946899-03-7.

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