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BAAR: Ein Problem besteht nach wie vor

Der Gemeinderat hat eine Interpellation zum Thema Verkehrssicherheit in Blickensdorf beantwortet. Ob und welche Massnahmen umgesetzt werden, hängt auch von einem anderen Involvierten ab.
Raphael Biermayr
In Blickensdorf (hier an der Ecke Gewerbestrasse/Blickensdorferstrasse) sind bereits Massnahmen zur Sicherheit der Fussgänger getroffen worden. Es braucht mehr, finden die Interpellanten. (Bild: Werner Schelbert (25. Oktober 2017))

In Blickensdorf (hier an der Ecke Gewerbestrasse/Blickensdorferstrasse) sind bereits Massnahmen zur Sicherheit der Fussgänger getroffen worden. Es braucht mehr, finden die Interpellanten. (Bild: Werner Schelbert (25. Oktober 2017))

Raphael Biermayr

raphael.biermayr@zugerzeitung.ch

An der «Monster-Gemeindeversammlung» vom vergangenen Mittwoch in Baar wurde auch die Interpellation zur Verkehrssicherheit für Schüler in Blickensdorf behandelt. Aus den Antworten auf die sieben Fragen geht zusammenfassend hervor, dass es in absehbarer Zeit keine weiteren verkehrsberuhigenden Massnahmen geben wird, wie sie von den 56 Interpellanten gefordert werden.

Das hat unterschiedliche Gründe. So wird etwa die Ausweitung der 30er-Zone auf den hinteren Teil der Gewerbestrasse als unnötig erachtet, auch in der parallel dazu verlaufenden Parkstrasse bestehe kein Handlungsbedarf. Im vorderen Teil der Gewerbestrasse, nach dem Abzweigen von der Blickensdorferstrasse bis zur folgenden Gabelung also, bestehe trotz mehrerer Massnahmen hingegen weiterhin eine «Problematik» mit dem Schulweg. Mehr Schutz für die Schüler würde aber nur mit weiteren baulichen Eingriffen erzielt, nicht aber mit einer reduzierten Höchstgeschwindigkeit. Aus den Antworten ist nicht ersichtlich, ob Bauliches geplant ist.

Stau auf dem Trottoir

Überhaupt ist bei diesem Thema vieles in der Schwebe. Denn die verkehrsreichsten Achsen – die Blickensdorferstrasse, die Neugasse und die diese Strassen verbindende Autobahnbrücke – fallen in die Zuständigkeit des Kantons. Der Gemeinderat erkennt, dass der Platz auf dem Brückentrottoir «sicher knapp» geworden ist. Die kantonale Baudirektion sei seit längerem daran, entlang der Neugasse ein Konzept für Sanierung und Ausbau zu erarbeiten. Eine Vorstudie liegt bereits vor, diese war aber für unsere Zeitung infolge der kurzfristigen Anfrage nicht erhältlich.

Die Interpellanten stellen eine zusätzliche Brücke zur Diskussion, wofür sich der Baarer Gemeinderat aber kaum einsetzen wird: Jener erachtet es nämlich «als angemessener und zielführender, das Augenmerk auf die bestehende Achse zu richten». Eine Verbreiterung der bestehenden Brücke durch eine Zusatzkonstruktion kann er sich indes vorstellen. Zurzeit sei man am Anfertigen der Stellungnahme zu genannter kantonaler Vorstudie.

Der zuständige Gemeinderat Pirmin Andermatt (CVP) steht seit der Gemeindeversammlung im Austausch mit den Interpellanten. Er hat festgestellt, dass die Situation in Blickensdorf «nicht das Notwendigste für den Kanton» ist, und rechnet mit «fünf Jahren oder mehr», bis allfällige Änderungen umgesetzt wären.

Steinhauserstrasse für Allgemeinheit sperren?

In die gemeindliche Kompetenz fällt hingegen die Steinhauser­strasse. Die Interpellanten regen an, diese für die Öffentlichkeit zu sperren und nur noch für Anwohner befahrbar zu machen. Hier dürfen sie kaum mit der Unterstützung des Gemeinderats rechnen. Pirmin Andermatt stellt klar: «Es gibt schon genug Gebote und Verbote. Darüber hinaus ist eine Schliessung nicht sinnvoll, weil der Verkehr der Steinhauserstrasse einfach auf andere Strassen verlagert würde.» Zwar heisst es in der Interpellationsantwort zu diesem Thema, dass die Sperrung im Rahmen der Ortsplanungsrevision 2020 geprüft werden kann. Doch das dürfte nicht mehr als ein formaler Hoffnungsschimmer sein.

Ob das auch auf einen weiteren Vorschlag der Interpellanten zutrifft, bleibt abzuwarten: Das Quartier Blickensdorf soll als Geburtsort des schweizweit bekannten Heerführers und Politikers Hans Waldmann aufgewertet werden. Das werde «als Anregung» für erwähnte Überarbeitung der Ortsplanung aufgenommen, schreibt der Gemeinderat.

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