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Baar: Ein Spitzenkampf, der keiner war

Drittligist Baar fegt den Verfolger Dietwil mit 9:1 vom Platz. Die Zuger waren in allen Belangen überlegen.
Martin Mühlebach
In Bedrängnis: Dietwils Joel Kaufmann (links) gegen Baars Manuel Maumar. (Bild: Patrick Hürlimann, 21. September 2019)

In Bedrängnis: Dietwils Joel Kaufmann (links) gegen Baars Manuel Maumar. (Bild: Patrick Hürlimann, 21. September 2019)

Mit dem Leader Baar und dem Tabellendritten Dietwil trafen am Samstag zwei Teams aufeinander, die in der Gruppe 1 der 3. Liga nach vier Runden 10 beziehungsweise 9 Punkte aufwiesen. Wer glaubte, die beiden Mannschaften würden sich – gemäss der Tabellenlage – einen Spitzenkampf auf Augenhöhe liefern, der irrte sich gewaltig.

Nach einer ausgeglichenen Startphase schoss Daniel Marquez den FC Baar in der 18. Minute 1:0 in Front, und nur eine Zeigerumdrehung später erhöhte Kreshnik Nurcaj auf 2:0. Die Gäste aus dem Freiamt, deren Sturmspitzen völlig in der Luft hingen, weil ihre Teamkollegen mit Abwehraufgaben beschäftigt waren und nur zögerlich aufschlossen, tauchten kaum einmal vor dem gegnerischen Tor auf. Baar hatte keine Mühe, das nun vor sich hinplätschernde Spiel zu kontrollieren.

Stimmung kam erst wieder auf, als der Baarer Daniel Marquez in der 31. Minute den Ball an die Latte knallte. Eine Minute später (32.) erzielte Gabriel Can mit einem kernigen Weitschuss das 3:0. Und als Fatlum Sylejmani den an der Torecke am Boden sitzenden Dietwiler Torhüter Jory Sjardijn mit einer ausnehmend frechen Finte bezwang, führte Baar bereits mit 4:0. Sylejmani (42.) und Rony Mazenauer (44.) bescherten der Elf von Trainer Alberto Rodriguez zur Pause eine komfor­table 6:0-Führung.

Ein Ehrentor als Schlusspunkt

Im zweiten Durchgang, den Dietwil mit drei neuen Kräften in Angriff nahm, schaltete Baar vorerst einen Gang zurück. Die Partie nahm erst wieder Schwung auf, als Sylejmani (56.) einen Kopfball an den Pfosten setzte. Diese Szene rüttelte die Platzherren auf. In der 57. Minute verfehlte der herauslaufende Gästekeeper den Ball – Rony Mazenauer konnte den Ball seelenruhig zur 7:0-Führung einschieben. Manuel Maumar (62./65.) erhöhte auf 9:0, worauf Baar das Toreschiessen einstellte. Trainer Alberto Rodriguez, der praktisch alle Ersatzspieler eingewechselt hatte, schien Dietwil ein sogenanntes Stängeli ersparen zu wollen. Mit dem Ehrentor zum 9:1 setzte Marcelo Augusto Nabil dos Anjos (82.) dem Spitzenkampf – der keiner war – den Schlusspunkt.

Dietwil-Trainer Enes Baljkovic sagte nach dem Abpfiff: «Nach der 1:4-Niederlage gegen Zug 94 II vor Wochenfrist haben wir heute gegen einen weiteren guten Gegner diskussionslos verloren. Wir haben Baar, das hochverdient gewonnen hat, durch Eigenfehler zum Toreschiessen eingeladen – Zuger Boden liegt uns nicht.»

Der Baarer Trainer Alberto Rodriguez gestand: «Ich hatte von Dietwil mehr Gegenwehr erwartet. Von meiner Mannschaft wurde ich dafür positiv überrascht: Sie hat den Gegner ernst genommen und sie hat unseren Matchplan mustergültig umgesetzt.»

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