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BAAR: Eltern beklagen sich über Religionslehrer

Wegen «Vorkommnissen im Unterricht» wird ein Katechet der Pfarrei St. Martin vom Unterricht der Primarstufe abgezogen. Grund ist laut der Pfarreileitung seine Art der Klassenführung.
Rahel Hug
In diesem Klassenzimmer hängt ein Kreuz. Wie es in einem noch vertraulichen Papier heisst, will die CVP die Symbole der christlich abendländischen Kultur im öffentlichen Raum auch weiterhin beibehalten. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

In diesem Klassenzimmer hängt ein Kreuz. Wie es in einem noch vertraulichen Papier heisst, will die CVP die Symbole der christlich abendländischen Kultur im öffentlichen Raum auch weiterhin beibehalten. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Die Eltern einiger Baarer Fünft- und Sechstklässler fanden am vergangenen Donnerstag ein Schreiben in ihren Briefkästen. Darin teilt der katholische Pfarrer Anthony Chukwu ihnen kurz und knapp mit, dass der Religions­lehrer ihrer Kinder «aufgrund der Vorkommnisse im Unterricht» vom Unterricht auf der Primarstufe abgezogen wird.

Was ist passiert? Beim betroffenen Lehrer handelt es sich um einen erfahrenen Katecheten und Sozialpädagogen, der seit rund einem Jahr in Baar tätig ist und der bei verschiedenen Projekten der Pfarrei involviert ist. Anthony Chukwu nimmt auf Anfrage Stellung zum Thema. Betroffen seien insgesamt vier Klassen, eine fünfte und drei sechste Klassen. «Es hat mehrere Reklamationen von Eltern gegeben», ­erklärt der Baarer Pfarrer. Die Klassen seien etwa «nicht richtig geführt» worden, im Unterricht habe ein grosser Lärmpegel geherrscht, die Schüler hätten gegessen oder mit ihren Handys gespielt. Daraufhin habe die Pfarreileitung zusammen mit der Schulleitung das Gespräch mit dem Katecheten gesucht. «Wir haben vereinbart, dass sich die Klassenführung bessern muss.»

Unterricht auf der Oberstufe wird weitergeführt

Doch die Reklamationen hielten laut Auskunft von Chukwu an. «Das hat mich vor rund zwei Wochen dazu bewogen, die sofortige Massnahme zu ergreifen und ihn vom Unterricht zurückzuziehen.» Die Entscheidung sei in Absprache mit dem Lehrer und der Schulleitung gefallen. «Er hat sich damit einverstanden ­gezeigt.» Der Religionsunterricht der vier Klassen wird seither von anderen Mitarbeitern der Pfarrei übernommen. «Wir können die Situation gut mit dem bestehenden Personal meistern», so Chukwu.

Der Pädagoge bleibt bei der Pfarrei St. Martin angestellt, jedoch in einem etwas kleineren Pensum. Er ist auf der Oberstufe als Lehrer tätig und wird dies auch bleiben. «Seitens der Eltern der älteren Schüler gab es keine Beschwerden», führt der Pfarrer aus. «Es macht Sinn, dass er dort weiterhin unterrichten kann, denn seine Stärken liegen auf der Oberstufe.» Auch die anderen Projekte der Pfarrei, bei denen der betroffene Angestellte involviert ist, seien nicht gefährdet. «Zudem erhält er ein internes Coaching. Damit wieder Ruhe einkehrt», so Anthony Chukwu. Eine Rückkehr zum Unterricht auf der Primarstufe sei zurzeit nicht vorgesehen.

Der betroffene Katechet war am Donnerstag und am Freitag für eine Stellungnahme sowohl telefonisch wie auch per Mail nicht zu erreichen.

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