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BAAR: Er ist der Herr von mehr als 17 000 Orangen

Cornel Andermatt sorgt an der Fasnacht für den Nachschub an runden Früchten. Das Amt ist ihm auch nach vielen Jahren nicht verleidet.
Silvan Meier
Cornel Andermatt ist mit den Orangen zufrieden. Am Sonntag und Montag werden sie an die Fasnächtler verteilt. (Bild Stefan Kaiser)

Cornel Andermatt ist mit den Orangen zufrieden. Am Sonntag und Montag werden sie an die Fasnächtler verteilt. (Bild Stefan Kaiser)

Orangen, so weit das Auge reicht: Drei Paletten voll der prallen Früchte stehen seit gestern Morgen auf dem Sternenhof von Cornel Andermatt mit einem Gesamtgewicht von 2160 Kilogramm. Weit über 17 000 Orangen, die direkt aus Sizilien geliefert wurden, werden am Fasnachtssonntag und -montag an den beiden Umzügen verteilt. Morgen Samstag werden Andermatt und sein Team den Orangenwagen ausrüsten. Auf diesem Wagen stehen jeweils alt Räbeväter und Räbemütter und werfen die Früchte aus.

Auch der amtierende Räbevater René III. Simmen und Räbemutter Monika verteilen entlang der Umzugsroute im Baarer Ortszentrum Orangen. Allerdings hat ihr Gefährt, eine herrschaftliche Kutsche, zu wenig Ladekapazität: So viele Orangen, wie das Räbepaar, der Zeremonius und die Ehrendamen während des Umzugs verteilen, haben in der Kutsche gar nicht Platz. «Deshalb richten wir entlang der Route fünf Nachschubdepots ein», erklärt Cornel Andermatt. Sein Sohn Joel Andermatt und Beat Lustenberger haben die Aufgabe, die Kutsche jeweils aufzufüllen.

Im November geerntet

Andermatt bestellt die Orangen über die Landi, wo der Bauer in einem Teilzeitpensum arbeitet. «Die Früchte werden im November geerntet», erklärt er. Danach werden sie in einem Kühlhaus gelagert. In der Regel überstehen die Früchte das gut. «Aber wir hatten auch schon viele schimmlige und faule Orangen», sagt der 48-Jährige. «Dieses Jahr sehen die Früchte aber hervorragend aus.»

Andermatt muss es wissen, hat er doch viel Erfahrung: Seit er 15-jährig ist, fährt er den Traktor, der den Orangenwagen zieht. Grosse Pannen hat es in dieser langen Wirkungszeit kaum gegeben. «Wir hatten mal einen Platten», erinnert er sich. Nur einmal sei ihm etwas Peinliches passiert: «Vor rund zehn Jahren sind uns die Orangen ausgegangen.» Auf der Höhe des ehemaligen Restaurants Schwert hatte der Räbevater «ausgeworfen». Die letzte Orange war verteilt. Das wird dieses Jahr nicht passieren, ist Andermatt sicher. Er freue sich auf die Fasnacht, sei sich aber auch der Verantwortung bewusst. Schliesslich steuert er am Umzug ein schweres Gefährt. «Alkohol ist tabu», erklärt er. Um die Sicherheit zu gewährleisten, begleiten vier alt Räbeväter den Wagen zu Fuss.

Richtet auch Konfettikanone ein

Andermatt hat an der Fasnacht aber nicht nur die runden Früchtchen im Kopf. Mit seinem Traktor transportiert er auch Absperrgitter. Zudem richtet er am Samstagabend die Konfettikanone im Rathaus ein. Und nicht zuletzt ist er auch musikalisch aktiv: nicht in einer Guggenmusik, sondern im Trio Bügel-Spez. Morgen Nachmittag spielt er mit seinen Kollegen im «Adler» Allenwinden Ländler.

silvan meier

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