BAAR: «Expats haben es zu einfach»

Harry Fuchs will Ausländern Deutsch beibringen – mit einem Lehrmittel, das gleichzeitig Lebenshilfe ist.

Silvan Meier
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Schweizerdeutsch für Fremdsprachige mit Harry Fuchs im Burgbach-Schulhaus. (Bild: Christof Borner Keller/Neue ZZ)

Schweizerdeutsch für Fremdsprachige mit Harry Fuchs im Burgbach-Schulhaus. (Bild: Christof Borner Keller/Neue ZZ)

Eine weiche Landung in Zug: Das möchte Harry Fuchs mit seiner Schule «Soft Landing» den so genannten Expats ermöglichen. Seit 2007 bietet seine Schule in Baar Deutschkurse für Angestellte von internationalen Firmen an. Nun unterrichtet er mit einem neuen, selbst verfassten Lehrmittel.

«Grüezi mitenand!» heisst das Buch, das schon auf der Titelseite ganz zugerisch daher kommt. «Für Expats gibt es praktisch nur Lehrmittel für den deutschen Markt», erklärt der 52-Jährige, der 1964 mit seinen Eltern in die Schweiz gezogen ist. Und diese Bücher operierten mit Geschichten und Alltagssituationen in Berlin oder München. «Das ist nicht gerade motivierend.»

Deshalb hat er in seiner bald 25-jährigen Unterrichtstätigkeit immer wieder Schweizer Sitten und Gewohnheiten in den Unterricht eingebaut, er hat Lernspiele entwickelt und verlegt den Unterricht immer wieder nach draussen. Seit zwei Jahren hat er sich mit dem Gedanken getragen, ein spezielles Deutschlehrbuch für Zuger Expats zu entwickeln. Dank der Unterstützung der Stadt Zug und verschiedener Firmen konnte er diesen Traum nun verwirklichen.

Mit einer App in den Hofladen

Damit der Kontakt mit Zug und den Zugern nicht aufs Buch beschränkt bleibt, hat Harry Fuchs auch eine App entwickelt. Auf Knopfdruck finden Expats hier beispielsweise spezielle Zuger Geschäfte, Hofmärkte und vieles mehr. Die Partner beteiligen sich finanziell an der Entwicklung der App, profitieren dafür von neuen Kunden.

Denn dank der App sollen Expats nicht nur bei den Grossverteilern einkaufen – dort, wo es für sie am einfachsten ist –, sondern eben auch im Hofladen. Damit der Lerneffekt auch wirklich spielt, müssen die Partner eine Bedingung erfüllen: Sie dürfen nur deutsch reden, wenn ein Expat im Laden steht.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie am Sonntag in der Zuger Ausgabe der Zentralschweiz am Sonntag oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper.