Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Baar fährt ins vordere Mittelfeld

Beim «Prix Velo 2018» schafft es die Gemeinde Baar auf Rang sechs. Das freut den Gemeindepräsidenten. Nicht klassiert wurde die Stadt Zug – das Minimum an ausgefüllten Fragebogen fehlte.
Ruedi Burkart
Ein Velofahrer auf einem Veloweg bei der S-Bahn-Haltestelle Baar Neufeld. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 23. Mai 2018))

Ein Velofahrer auf einem Veloweg bei der S-Bahn-Haltestelle Baar Neufeld. (Bild: Stefan Kaiser (Baar, 23. Mai 2018))

40 Seiten stark ist der Schlussbericht von Pro Velo, dem nationalen Verband für die Interessen der Velofahrenden, zum diesjährigen «Prix Velo». Kurz zusammengefasst heisst es in dem Papier folgendes: Burgdorf wird von den Teilnehmenden der Umfrage als die Velostadt Nummer 1 der Schweiz beurteilt, gefolgt von Chur und Winterthur. Wie vor vier Jahren, als der Preis letztmals vergeben wurde, gewinnt die Kleinstadt aus dem Emmental. Als velounfreundlichste Stadt geht aus den total 34 Fragen Fribourg hervor. Und die Zuger Gemeinden? Baar erscheint als einzige auf der Schlussrangliste. Mit einem Notenschnitt von 4,0 rangiert sie unter 18 bewerteten Gemeinden auf dem respektablen sechsten Rang. Die Stadt Zug schaffte es nicht ins Ranking – es wurden schlicht zu wenige Fragebogen ausgefüllt.

Für Ivo Egger von Pro Velo Zug ist das Abschneiden der Gemeinde Baar in der Umfrage eher ernüchternd: «Da unsere Region ja eigentlich für den Veloverkehr prädestiniert ist, bin ich weniger zufrieden mit dem Resultat.» Bedauerlich sei zudem, dass es die Stadt Zug nicht in die Wertung ­geschafft hat. «Da bleibt zu hoffen, dass es bis zu der nächsten Erhebung in vier Jahren einen Aufschwung zu verzeichnen geben wird.»

Positiv wertet Egger indes, dass es in Baar im Unterschied zu anderen Zuger Gemeinden «bereits einige Tempo- 30-Zonen gibt. Zudem sind die Naherholungsgebiete meist gut erschlossen respektive ans übrige Velowegnetz angebunden.» Handlungsbedarf ortet Pro Velo Zug in Baar vor allem bei der ­Sicherheit auf Hauptstrassen ­sowie bei der Brücke zwischen Altgasse und Neufeld. Egger: «Es sollten dabei ausreichend breite Velostreifen sowie eine hinreichende Beleuchtung vorhanden sein. Zuletzt besteht natürlich auch ein Bedarf, mehr und attraktive Veloabstellplätze zur Verfügung zu stellen.»

Andreas Hotz, Baarer Gemeindepräsident, freut sich über die Rangierung seiner Gemeinde im ersten Drittel der Rangliste: «Ich denke, mit dieser Platzierung dürfen wir zufrieden sein.» Natürlich sieht der «Schönwetter- und Gelegenheitsvelofahrer» (Hotz über Hotz) Schwachpunkte im Baarer Velonetz. «Der augenfälligste ist die Bauerei an der Tangente Zug/Baar. Aber das ist ein temporäres Nadelöhr.» Das im vergangenen Sommer begonnene Bauwerk, welches dereinst die Berggemeinden mit der Autobahn verbinden und Zug und Baar vom Durchgangsverkehr entlasten soll, findet 2021 seinen Abschluss. Stolz sein dürfe man indes, so Hotz weiter, auf die gute Erschliessung der Naherholungsgebiete.

Fast alle sehen sich als Experten

Zurück zur nationalen Auswertung. Die Durchschnittsnote über alle Städte und Kategorien liegt bei einer ungenügenden 3,8. Für die Aussage «Ich kann hier gut Velo fahren» wurde eine Pauschalnote von 4,3 vergeben. Weitere Frageposten waren beispielsweise das Routennetz, die Erreichbarkeit des Zentrums sowie drohende Konflikte mit Fussgängern. Am wenigsten positiv bewertet wurde von den Velofahrenden die Aussage «Ich muss weder Diebstahl noch Vandalismus befürchten».

82 Prozent aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren Menschen im Erwerbsalter. Enttäuschend wenige Rückmeldungen gingen von Schülerinnen und Studenten im Alter von 6 bis 24 Jahren ein. Diese Bevölkerungsgruppe macht immerhin 30 Prozent aller Velofahrenden aus. 75 Prozent aller an der Umfrage Teilnehmenden stufen sich als Experten oder zumindest als sehr geübt in Sachen Velofahren ein. Und noch eine interessante Zahl: Bei den Elektrovelos hat sich der Anteil in den letzten vier Jahren auf 16 Prozent verdoppelt.

Die Beteiligung an der Onlineumfrage ist über die Jahre stark angestiegen. 2500 auswertbare Fragebogen gingen im Jahr 2005 bei Pro Velo Schweiz ein, 2009 waren es schon 10000, vor fünf Jahren über 15000 und diesmal 16691. An der Umfrage beteiligten sich mehrheitlich Menschen, die häufig, sicher und mit viel Erfahrung auf dem Velo unterwegs sind.

Die detaillierte Auswertung und alle Ranglisten sind zu finden unter www.pro-velo.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.