BAAR: Forbo mit weniger Umsatz und Ertrag

Der Bodenbelag- und Bauaus­stattungskonzern Forbo hat im ersten Halbjahr 2009 weniger Umsatz gemacht und operativ deutlich weniger verdient.

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Szene aus der Forbo-Produktion. (Bild pd)

Szene aus der Forbo-Produktion. (Bild pd)

Mit 880 Millionen Franken sank der Halbjahresumsatz im Vergleich zur entsprechenden Vorjahresperiode um gut acht Prozent, wie aus den vom Unternehmen veröffentlichten provisorischen Zahlen hervorgeht. Mit rund vier Prozent wirkten sich Währungseinflüsse negativ auf die Umsatzentwicklung aus. Akquisitionen des vergangenen Jahres hätten dagegen mit einem Plus von zehn Prozent zur Umsatzentwicklung beigetragen, heisst es. Positiv hätten sich die ab dem dritten Quartal 2008 umgesetzten Kostensenkungsmassnahmen sowie die in den letzen Jahren getätigten Investitionen in den Aufbau von Wachstumsmärkten ausgewirkt. Für das erste Semester weist Forbo einen Betriebsgewinn auf Stufe EBIT von 45 Millionen Franken aus, was einem Rückgang von 44 Prozent entspricht.

Um die Finanzierung des Konzerns langfristig sicherzustellen, prüft Forbo gegenwärtig eine frühzeitige Refinanzierung und Verlängerung der bestehenden Kreditlinien. Forbo habe per 30. Juni 2009 über liquide Mittel und Wertschriften in der Höhe von rund 250 Millionen Franken verfügt.

Die von Forbo präsentierten Zahlen entsprechen den Schätzungen der Analysten. Während für die Bank Vontobel der Betriebsgewinn robuster als erwartet erscheint, rechnete die Zürcher Kantonalbank (ZKB) mit einer höheren Marge. Den Umsatzrückgang von acht Prozent bezeichneten die Analysten als optisch nicht schlecht. Auf organischer Basis in Lokalwährungen dürfte der Rückgang laut ZKB effektiv rund 14 Prozent betragen.

Für das zweite Halbjahr rechnet Forbo mit einem ähnlichen Umsatz. Aufgrund umgesetzter Strukturanpassungen erwartet der Konzern zudem ein höheres Betriebsergebnis.

Die Anleger reagierten positiv auf die Halbjahreszahlen. Die Forbo-Namenaktien stiegen bis 3,9 Prozent auf 215,20 Franken und notierten später mit 214,60 Franken immer noch 3,6 Prozent höher als am Vorabend.

ap