BAAR: Forbo steigert Konzerngewinn um einen Drittel

Der Belags- und Klebstoffhersteller Forbo hat im Geschäftsjahr 2012 operativ deutlich schlechter gearbeitet. Bei einem konstanten Umsatz von 1,2 Mrd. Fr. sank das operative Ergebnis um über 20 Prozent auf 90,1 Mio. Franken. Unter dem Strich resultierte aber ein um über ein Drittel höherer Konzerngewinn von 197 Mio. Franken.

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Konzernsitz von Forbo in Baar. (Bild: Keystone)

Konzernsitz von Forbo in Baar. (Bild: Keystone)

Zwei einmalige Sonderfaktoren beeinflussten dabei das Konzernergebnis massgeblich, wie aus der Unternehmensmitteilung vom Dienstag hervorgeht.

Aus dem Verkauf der Aktivität der Industrieklebstoffe, inklusive synthetischer Polymere resultierte ein ausserordentlicher Nettoertrag von 73,1 Mio. Franken und der Wechsel des Pensionsplans in den Niederlanden führte zu einem ausserordentlichen Ertrag von 34 Mio. Fr. nach Steuern.

Aufgrund des schwierigen konjunkturellen Umfelds sei das Geschäftsjahr sehr anspruchsvoll gewesen, schreibt Forbo weiter. Die Sparmassnahmen insbesondere in der Eurozone hätten Spuren hinterlassen, da man zu einem überwiegenden Teil in Europa tätig und direkt oder indirekt von öffentlichen Aufträgen abhängig sei.

Um die Abhängigkeit von den Ausgaben der öffentlichen Hand zu reduzieren und um das Potenzial von Wachstumsmärkten besser auszuschöpfen, seien diverse strategische Projekte eingeleitet worden. Die damit verbundenen Aufwendungen hätten das Ergebnis zusätzlich belastet.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Forbo ein leicht höheres Konzernergebnis aus dem operativen Geschäft. Voraussetzung dafür ist laut Mitteilung, dass sich das heutige wirtschaftliche Umfeld nicht signifikant verändert, vor allem die Währungsentwicklung und die Rohmaterialpreise.

An der Spitze des Unternehmens zeichnet sich eine Veränderung ab, wie Forbo am Dienstag weiter mitteilte. Verwaltungsratspräsident Albert Gnägi erreicht im Jahr 2014 die reglementarische Altersgrenze und wird sich deshalb an der Generalversammlung 2013 nur noch für ein weiteres Jahr wieder wählen lassen. An seiner Stelle soll Konzernchef This Schneider im Frühjahr 2014 als exekutiver Verwaltungsratspräsident die Nachfolge Gnägis übernehmen.

Auf den 1. Januar 2014 soll der 51-jährige Deutsche Stephan Bauer zum neuen Konzernchef und Vorsitzenden der Konzernleitung ernannt werden. Bauer werde im Herbst 2013 zur Forbo stossen.

sda