BAAR: Fröschezunftmeister «mit voller Energie»

Mit einem dreifachen «Quäh, quäh, quäh» wurde es traditionsgemäss am Samstagabend besiegelt: Peter II. ist neuer «Oberfrosch».

Natalia Widla
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Das Getier und sein Herr: frisch inthronisierter Peter Schelbert. (Bild Christof Borner-Keller)

Das Getier und sein Herr: frisch inthronisierter Peter Schelbert. (Bild Christof Borner-Keller)

Peter II. übernimmt den Thron vom letztjährigen Zunftmeister Donald I. Nach 52 Zunftmeistern und 8 Froschkönigen seit der Zunftgründung im Jahre 1945 ist Peter II. nun das insgesamt 61. Zunftoberhaupt. Als solches wird er die Fröschezunft Ebel durch die diesjährige Fastnacht führen und auch an den ausserfasnächtlichen Geschehnissen wie dem Zunftausflug oder der sommerlichen Ebeler Chilbi vertreten.

Donald I. dankt ab

Doch bevor eine neue Ära anbrechen kann, muss zuerst eine alte zu Ende gehen. Und so betrat kurz nach acht Uhr Donald I. mit seiner Ehefrau und Zunftmutter Julie zum letzten Mal mit den Insignien behängt die Bühne. Von dort aus blickte er auf einen vollen, durchgehend in Grün dekorierten und besiedelten Inwiler Festsaal. Ein super Jahr sei es für ihn gewesen, mit einem lachenden und einem weinenden Auge blicke er darauf zurück. Nach einer kurzen, aber gewitzten Abschlussrede wurde Donald I. schliesslich durch den Zeremonius und Altzunftmeister Kurt II. Hut, Zepter, Kette und Jackett abgenommen. «Donald, jetzt ist es so weit, du musst die Bühne verlassen.»

Der Neue sitzt auf den Thron

Nach einem komödiantischen Intermezzo, welches so manche Ungereimtheit aus der Zunftgeschichte auf witzige Weise ans Licht brachte, nimmt auch schon Peter II. auf dem Thron Platz. «Ich muss ehrlich sagen, ich habe auch schon besser geschlafen als letzte Nacht», so Peter II., welcher mit bürgerlichem Namen Peter Schelbert heisst und die fünfte Jahreszeit mit der Zunftmutter Beatrice und gleich drei hübschen Ehrendamen bestreiten wird.

Die anfängliche Nervosität verfliegt beim Zunftmeister 2013 aber dank der lockeren Stimmung im Saal wie auch auf der Bühne schnell, und auch die von den beiden Zeremonienmeistern ausgegrabenen Anekdoten aus seiner Kindheit und Jugend in Baar bringen den fast zwei Meter grossen Peter II. kaum aus dem Gleichgewicht. «Ich bin extrem stolz und froh», verkündet er und witzelt: «Nach dem nicht eingetretenen Weltuntergang doch noch im Jahr 2013 mit meiner Familie die Fröschezunft zu repräsentieren, macht mich sehr stolz.» Peters Zunftmeistermotto lautet: «Mit voller Energie simmer debii!», und bei Schelberts ist das nicht nur eine Floskel, sondern Programm. Peter Schelbert spielt nicht nur selber gerne Eishockey und feuert jede Saison den EVZ im Stadion an, er wandert auch gerne mit seinem ­«Tobleralpen-Club».

Drei Ehrendamen huldigen ihm

Seine Energie kann Zunftmeister Peter II. gleich an diesem Abend unter Beweis stellen, denn nach der Insignienübergabe durch seine drei Ehrendamen beginnen die Huldigungen. Unter der musikalischen Begleitung der Musikgruppe Suurstoff betreten unter anderem der Vorstand und die Altzunftmeister, aber auch zahlreiche andere Zunftdelegationen die Bühne, und erweisen Peter II. und der Zunftmutter Beatrice die Ehre. Es kündigt sich ein langer Abend an, denn es wird gedichtet, gesungen, aber vor allem, wie es sich für die Fröschezunft gehört, fleissig gequakt.