BAAR: Gastronomisches Niemandsland wird belebt

An der Stadtgrenze öffnet mit «Hello World» ein neues Restaurant. Das Lokal füllt eine Lücke.

Marco Morosoli
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Patrick Wismer (Mitte) serviert seinen Gästen im «Hello World» edle Weine und Bier. (Bild Werner Schelbert)

Patrick Wismer (Mitte) serviert seinen Gästen im «Hello World» edle Weine und Bier. (Bild Werner Schelbert)

Wo noch vor 50 Jahren zwischen Zug und Baar Niemandsland war, pulsiert heute das Leben. Entlang der Gemeindegrenze sind die beiden Städte längst zusammengewachsen. Aber in einer Hinsicht ist das Gebiet eine Wüste geblieben: Verköstigungsstätten muss der hungrige Zeitgenosse suchen, ausser er gibt sich mit «schnellem Essen» einer US-Kette zufrieden oder kauft bei einem Discounter ein. Hier füllt das neue Restaurant Hello World an der Grabenstrasse in Baar, hart an der Stadtgrenze gelegen, also eine Lücke. Noch fehlt das Hinweisschild am Eingang, doch dieses soll bald installiert werden. Das Restaurant ist Bestandteil der Überbauung «Hello Baar», welche von Heinz und Stephan Häusler errichtet wurde. Dort gibt es seit kurzem 240 neue Wohneinheiten. In unmittelbarer Nähe sind auch zahlreiche Firmen angesiedelt. Und im näheren Umkreis sind weitere Bauten geplant.

Leute aus diesen neuen Quartieren müssen nun für ein gepflegtes Mahl nicht mehr nach Baar oder Zug fahren. «Wir bieten am Mittag drei Menüs zur Auswahl an», sagt der «Hello World»-Pächter Patrick Wismer. Diese werden täglich gewechselt. Konstant angeboten werden Pouletflügeli, Poulet im Chörbli, Hamburger und Spaghetti alle Cozze. Kudi Nussbaumer, der Sportchef des SC Menzingen (3. Liga), ist bei einem Probeessen dabei gewesen und ist begeistert. Das Essen sei nicht nur gut, sondern schnell gereicht worden: «Nach 45 Minuten waren wir mit dem Essen fertig und konnten zurück zur Arbeit.» Besonders Eilige können die Speisen auch über die Gasse kaufen.

Musik nur im Hintergrund

Abwechslung gibt es auch am Abend, wie Patrick Wismer erzählt: «Wir machen Mottowochen. Dabei fangen wir mit Wild in vielen Variationen an. Das passt zur Jahreszeit.» Bald soll auch südafrikanische und marokkanische Kost im Fokus stehen. Auch wer Italianità mag, wird bald auf seine Rechnung kommen.

Der Name Hello World für das Restaurant ist dabei Programm. «Zug ist international. Bei uns sind alle Altersklassen willkommen», sagt Wismer. Die Gäste erwartet ein schön gestaltetes Interieur. Die warmen Töne dominieren. Holz ist dominant. Stephan Häusler spricht von einem «gemütlichen und warmen Ambiente». Er ist froh, dass sich in diesem Raum ein Restaurant eingemietet hat: «Das tut dem Quartier gut.»

Positiv ist auch, dass selbst bei einem gut gefüllten Lokal der Lärmpegel nie unangenehm wird. Dafür sorge, wie Wismer erklärt, eine schallschluckende Decke.

Mit der Ausgestaltung des Interieurs, so Wismer, habe er sich lange beschäftigt. Er sei auch einmal extra nach Italien gefahren, um sich Gestaltungsideen zu holen. Ebenfalls zum Interieur gehört eine Art Stammtisch. Gegenüber früher fehlen darauf einfach die Aschenbecher.

Setzt auf Einheimisches

Der «Hello World»-Pächter, der selber in der Nähe seines Restaurants wohnt, hat auch gleich die Chance gepackt, um sein Weinhandelsgeschäft «Wismers Wine Jack Out» von Rotkreuz nach Baar zu zügeln. Auch in seinem Lokal schenkt er edle Tropfen aus. Das Restaurant hat auch eine sogenannte Wein-Ausschank­Anlage. Diese ermöglicht, den Wein optimal zu lagern, der per Glas ausgeschenkt wird.

Beim Bier setzt Wismer auf einheimische Produkte. Er hat ein Bier aus der Ostschweiz ausgewählt. Es gibt das Schützengarten-Bier aber nicht nur in der Lager-Form, sondern auch als Schwarzbier. Insgesamt sieben verschiedene Sorten aus diesem Brauhaus bezieht Wismer.

Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, sind neben Patrick Wismer sieben weitere Angestellte in der Küche und im Service im Einsatz. Bei der Premiere wurden sie erstmals gefordert. Wismer hofft natürlich, dass diese Auslastung nicht einmalig ist.

Hinweis

Öffnungszeiten «Hello World» Baar: Montag/Dienstag: 7.30 bis 15 Uhr; Mittwoch/Donnerstag/Freitag: 7.30 bis 24 Uhr; Samstag: 17 bis 24 Uhr.